Lebendige Ortskerne im Fokus

Der Schweizerische Gemeindeverband (SGV) tagte im Campussaal. Die GV umfasste nebst der Behandlung der statutarischen Geschäfte fünf Impulsreferate und eine Podiumsdiskussion zum Thema.

SGV-Präsident Hannes Germann mit Direktor Reto Lindegger und dessen Nachfolger Christoph Niederberger
SGV-Präsident Hannes Germann mit Direktor Reto Lindegger und dessen Nachfolger Christoph Niederberger (Bilder: mw)

von
Max Weyermann

30. Mai 2018
09:00

140 SGV-Delegierte und Gäste aus der Deutsch- und der Westschweiz befassten sich im Rahmen der 65. GV im Campussaal mit dem aktuellen Thema «Lebendige Ortskerne erhalten». Dieses ist in jüngster Zeit im Zusammenhang mit neuen «Phänomenen» wie Einkaufstourismus im Ausland, Online-Shopping, Digitalisierung in den Mittelpunkt der Diskussion um Innen- und Altstädte gerückt. Da und dort finden in diesem Zusammenhang Vorträge und Podien statt, in denen die Situation der betroffenen Geschäfte und Kommunen zur Sprache kommen. So ist auch ist auch die von alt Regierungsrat Peter C. Beyeler präsidierte Vereinigung Aargauer Altstädte aktiv, um Lösungsmöglichkeiten zu finden und Vorschläge für Optimierungen zu präsentieren.

Das Podium mit Hannes Germann, Reto Lindegger, Thomas Bretscher, Barbara Horlacher, Martin Schläpfer und Edna Epelbaum (v. l.)
Das Podium mit Hannes Germann, Reto Lindegger, Thomas Bretscher, Barbara Horlacher, Martin Schläpfer und Edna Epelbaum (v. l.)

 

Für Identität wichtig

Der Schweizerische Gemeindeverband hat vor fünf Jahren zusammen mit dem Schweizerischen Gewerbeverband den Leitfaden «Revitalisierung von Stadt- Und Ortskernen» herausgegeben. SGV-Präsident Hannes Germann hielt in der Einladung zur GV fest: «Das Ortszentrum stiftet Identität. Es verleiht einer Gemeinde einen eigenen Charakter. Dem SGV ist es deshalb ein Anliegen, dazu beizutragen, dass die Zentren lebendig und lebenswert bleiben – in wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Hinsicht.» Und weiter: «Mit der Umsetzung des neuen Raumplanungsgesetzes kommen auch auf der planerisch-politischen Ebene grosse Aufgaben auf die Gemeinden zu.»

Die fünf Impulsreferate hielten Ständerat und SGV-Präsident Hannes Germann; Barbara Horlacher, Frau Stadtammann Brugg; Thomas Bretscher, Inhaber Retail Impulse GmbH; Martin Schläpfer, Leiter Wirtschaftspolitik Migros-Genossenschaftsbund; Edna Epelbaum, CEO Cinevital AG/Cinepel SA/Cinemont SA/Quinnie Ltd. und Präsidentin Schweizerischer Kinoverband. Anschliessend gaben sie im Rahmen des von SGV-Direktor Reto Lindegger geleiteten Podiums weitere Statements zum Thema ab. Sie alle waren sich einig, dass die Ortskerne und mit ihnen die darin ansässigen Detailhandelsgeschäfte und Restaurationsbetriebe mit einem enormen Wandel konfrontiert sind. Einkaufen und Ausgehen sollen ein Erlebnis sein, wozu die verschiedensten Faktoren beitragen. Ein breites, qualitativ hochstehendes Produkte- und Dienstleistungsangebot, dem Bedarf sinnvoll angepasste Öffnungszeiten, ein attraktives, sauberes Umfeld (Aufenthaltsqualität), gut erreichbare Parkmöglichkeiten, interessante Kulturveranstaltungen sollen die Einwohner dazu bringen, nach Möglichkeit an ihrem eigenen Wohnort einzukaufen und die Freizeit zu verbringen. Aber auch auswärtige Kunden sollen positiv angesprochen werden. Ziel ist es, die Aufenthaltsdauer der Besucher zu verlängern und die Frequenzen zu erhöhen.

«Eine Stadt ist nur so gut wie ihr Zentrum» lautete ein wichtiges Fazit der Diskussion. Ohne Kreativität und Investitionen werden Optimierungen nur beschränkt möglich sein.

 

Die statutarischen Geschäfte

Zur vorgängigen Generalversammlung hatten mit der Windischer Gemeindepräsidentin Heidi Ammon sowie seitens der SGV Präsident Hannes Germann), Vizepräsident Gustave Muheim und die Vorstandsmitglieder Daniel Albertin und Riccardo Calastri  in drei Landessprachen begrüsst. Als Nachfolger für den nach vier Jahren in die Privatwirtschaft wechselnden Direktor (Leiter der Geschäftsstelle) Reto Lindegger wurde per 1. August 2018 Christoph Niederberger gewählt.

Am Nachmittag hatten die Delegierten die Wahl zwischen drei Rahmenprogrammen: Präsentation und Führung durch die Fachhochschule Nordwestschweiz, Führung durch die Stadt Brugg oder Postautofahrt durch die Region Brugg. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung erhielten lebendige Eindrücke von der attraktiven Region rund um Brugg/Windisch.

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