Leuchtturm ist nicht wegzudenken

Die Delegiertenversammlung stand ganz im Zeichen des 125-jährigen Bestehens des Aargauischen Gewerbeverbandes (AGV).

Im Anschluss an die AGV-DV wurde der 13. Aargauer Unternehmenspreis der AKB vergeben. AKB-Direktionspräsident ­Dieter Widmer, Gewinner Marco Killer und Kurt Schmid (Präsident AGV) (Bild: pg)

30. April 2019
11:25

In seiner Präsidialansprache hob Kurt Schmid die Erfolge des 1894 aus dem Bedürfnis einer koordinierten Berufsbildung gegründeten Aargauischen Gewerbeverbandes (AGV) hervor. Der Fortschritt in Technik, Mobilität und Kommunikation war über all die Jahre die Triebfeder für Veränderungen. Das kollektive Engagement befasste sich vor allem mit dem Verkehr, mit der Steuerbelastung, mit der Bürokratie und mit der Reglementierung. Der AGV geniesst als grösster Wirtschaftsverband im Aargau sowohl bei seinen rund 11'000 Mitgliedern wie auch in Politik und Wirtschaft eine hohe Akzeptanz. Dies veranlasste Landammann Urs Hofmann, den AGV als Leuchtturm zu bezeichnen. In Zusammenarbeit mit der Aargauischen Industrie- und Handelskammer AIHK wurde durch Stefan Felder, Gesundheitsökonom von der Universität Basel, eine Gesundheitskosten-Studie erstellt. Felder war es denn auch, der das Kostenwachstum der letzten Jahre den annähernd 700 Gästen im Campussaal Brugg-Windisch vorstellte.

 

Preisverleihung als Höhepunkt

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete jedoch die Verleihung des Aargauer Unternehmenspreises. 170 Unternehmungen hatten ihre Bewerbungen eingereicht. Für die Kategorie der Kleinunternehmungen bis 20 Mitarbeitende war erstmals ein Public-Voting, an dem sich 1700 Personen beteiligt hatten, eingeführt worden. Die drei Siegerfirmen jeder Kategorie erhielten ein Preisgeld von 7000 Franken. Die beiden zweitplatzierten wurden mit 3000 Franken bedacht. Drittplatzierte gab es keine.

Noch bevor die Sieger Fragen von Moderatorin Judith Wernli beantworteten, wandte sich AKB-Direktionspräsident Dieter Widmer an das Publikum und stellte fest, dass sich der Wirtschaftsraum Aargau trotz einer sich abzeichnenden Abschwächung der Wachstumsdynamik in guter Verfassung sei. 

  

Killer Interior AG schafft Werte

Zu den drei Finalisten in der Kategorie mittelgrosse Unternehmen (21 bis 100 Mitarbeitende) zählte auch die Killer Interior AG, Lupfig. Die Firma zählt zu den führenden Unternehmen im Ladenbau und individuellen Innenausbau. Es wurde 1936 als Familienunternehmen gegründet und beschäftigt rund 60 Mitarbeitende. Marco Killer ist Inhaber und Verwaltungsratspräsident in dritter Generation. Der Entschluss, ein neues Betriebsgebäude an einem neuen Standort zu errichten wurde reiflich überlegt. In der Planung mussten die Wünsche mit dem Machbaren in Einklang gebracht werden. Die Umsetzung ist hervorragend gelungen, und so konnte 2018 das neue Büro- und Produktionsgebäude in Lupfig bezogen werden. Die Killer Interior AG, so Marco Killer, setze auf das Lean Management. Dies bedeute, «Werte ohne Verschwendung zu schaffen». Ziel ist es, alle Aktivitäten, die für die Wertschöpfung notwendig sind, optimal aufeinander abzustimmen und überflüssige Tätigkeiten zu vermeiden. Aus Kundensicht gilt es, dessen Wünsche nach Verfügbarkeit, Individualität, Qualität und Preisgestaltung möglichst optimal zu erfüllen. Gleichzeitig soll das Unternehmen profitabel funktionieren und die Wettbewerbsfähigkeit stets verbessern.

 

«Gute Stimmung im Betrieb»

In seiner Laudatio hob Kurt Schmid hervor, dass mit der im Unternehmen gelebten, flachen Hierarchie die Mitarbeitenden auch Verantwortung tragen und gleichzeitig die Möglichkeit haben, ihre Fähigkeiten und Kompetenzen weiterzuentwickeln. Im Rahmen der Jurierung, so Schmid weiter, konnte man sich von der guten Stimmung im Betrieb und der damit verbundenen, hervorragenden Arbeitsmoral überzeugen. Der AGV-Präsident ermunterte Marco Killer, sein Wissen um den gelebten integrativen Führungsstil auch anderen Unternehmungen zu vermitteln. Mit sichtlicher Freude nahm Marco Killer den Aargauer Unternehmenspreis entgegen, der ihm durch AGV-Präsident Kurt Schmid überreicht wurde.

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