Logistische Herausforderung

Im August beginnen die Bauarbeiten für das Sekundarstufenzentrum Burghalde. Die Infoveranstaltung zum Projekt stiess auf reges Interesse.

Gesamtsituationsplan
Gesamtsituationsplan (Bild: zVg)

von
Peter Graf

20. Juni 2018
09:15

Der Start und die gesamte Bauzeit stellen für alle am Bau beteiligten grosse Herausforderungen dar. Gleichzeitig haben Anwohner aber auch mit Einschränkungen sowie durch Lärm und Staub verursachte Beeinträchtigungen umzugehen. Seitens des Kantons wird für die Stadt Baden bis 2040 ein Bevölkerungswachstum von 6300 Personen prognostiziert. Es sei Aufgabe der Stadt, so Stadträtin Sandra Kohler, Ressortvorsteherin Planung/Bau, in ihrer Begrüssung, den dadurch erforderlichen Schulraum bereitzustellen. Architekt René Bosshard wies in der Einführung darauf hin, dass das Bauen in einer bebauten Umgebung besondere Herausforderungen mit sich bringt. 

Das grosse Baufeld, auf welchem drei Krane zu stehen kommen, wird allseitig mit einem Bauzaun eingefasst. Mit dem Beginn der Sommerferien werden ab dem 9. Juli die Zügelwagen vorfahren, um Mobiliar und Schulmaterial an den provisorischen Schul­standort auf der Ländliwiese zu überführen. Noch bevor mit den eigentlichen Abbruch- und Aushubarbeiten begonnen werden kann, wird das ganze Baufeld nach bereits erfolgter Absprache mit der Stadtökologie durch das Forstamt gerodet. Einzig die stattliche Bluteiche gegenüber dem Kutscherhaus kann erhalten werden.

 

Logistische Herausforderung

Der Bauplatz befindet sich betrieblich wie auch verkehrstechnisch an einer empfindlichen Lage. Die Zufahrt zur Baustelle führt über die Stichstrasse, welche zum Parkhaus Linde führt, welches wie die Schwimmhalle für die Schülerinnen und Schüler immer erreichbar sein wird. Jonas Brasse, Archobau, bezeichnet die Logistik denn auch als grosse Herausforderung, zumal im Baustellenbereich für den Materialumschlag nur minimale Flächen zur Verfügung stehen. Während der Zeit der Rückbaus und des Aushubes fallen rund 40'000 Kubikmeter Erdreich und Gestein an, welches auf dem stillgelegten Ferro-Areal beim Bahnhof Oberstadt zwischengelagert wird. Das Areal ist auch Bereitstellungsraum für die im Einsatz stehenden LKW, welche in vorgegebenen Zeitabschnitten unter Einsatz eines Verkehrsdienstes über die Mellinger­strasse zur Baustelle und weggeführt werden. Das Ferro-Areal dient zugleich als Parkraum für die Handwerker. Bekanntlich stehen die dem Rückbau geweihten Schulbauten teilweise auf einer Felszunge. Dies hat zur Folge, dass es in der Baugrube auch zu Sprengungen kommt. Brasse gelingt es, die Bedenken der Anwohner hinsichtlich möglicher Schäden zu zerstreuen, zumal man mit Sprengungen auch in bewohnten Gebieten Erfahrung hat. Die Erschütterungen werden mit Erdsonden gemessen und allfällige Schäden werden protokolliert. 

 

Sicherheit als oberstes Gebot

Während des Rückbaus gilt auch denen mit Schadstoffen belasteten Materialien grösste Aufmerksamkeit. Diese werden nach den geltenden Sicherheitsbestimmungen entfernt, abtransportiert und den Recyclingstellen zugeführt. Das Bauprogramm sieht vor, dass noch während der Baugrubenerstellung mit den Rohbauarbeiten begonnen wird. Dies führt dazu, dass im weiteren Projektverlauf neue Materialien zur richtigen Zeit, zur richtigen Menge und Qualität auf der Baustelle ankommen müssen. Die Anlieferung erfolgt teilweise über die Burghaldenstrasse. Dies hat zur Folge, dass ein Teil des Gehweges gesperrt werden muss. Zur Querung der Strasse, welche mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung belegt wird, werden zwei Fussgängerstreifen aufgebracht. Dabei ist man bestrebt, die Einschränkungen für Nachbarn in den umliegenden Liegenschaften auf ein Minimum zu reduzieren, aber auch die Sicherheit auf der Baustelle für alle Beteiligten jederzeit zu gewährleisten. Man ist sich bewusst, dass trotz detaillierter Planung Umstellungen, welche heute noch nicht bekannt sind, nicht ausgeschlossen werden können. In diesen hoffentlich nicht eintretenden Fällen, so Jonas Brasse, sei man bestrebt, in Gesprächen Lösungen zu suchen und möglichst frühzeitig zu informieren. Nun gelte es, die Bauphase zu meisternmit dem Ziel, den Lehrpersonen und Schülern im Sommer 2021 zweckmäs­sige und moderne Schulbauten zu übergeben.

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