Meilenstein in Wettingens Geschichte

Das «Tägi» in Wettingen wird umfassenden Um- und Ausbauten unterzogen. Letzte Woche gab der Bagger den offiziellen Startschuss.

Erstes Mauerstück fällt dem Abbaubagger mit Greifzangen zum Opfer
Erstes Mauerstück fällt dem Abbaubagger mit Greifzangen zum Opfer (Bilder: pg)

von
Peter Graf

13. März 2018
10:25

Grobe Übersicht der Bauetappen

8. März 2018: Spatenstich mit Beginn Abbruch Tribüne

2. Mai 2018: Beginn Rückbau Personalhaus

4. Juni 2018: Beginn Gesamtsanierung Hauptgebäude

21. November 2019: Inbetriebnahme Eisfelder

20. Dezember 2019: Inbetriebnahme Foyer, Bistro, Sauna, Saal, Office

27. März 2020: Inbetriebnahme Hallenbad

Das grosszügig konzipierte, multifunktionale Sport- und Erholungszentrum Tägerhard wurde 1974 in Betrieb genommen. Über die Jahre hat es zur Lebensqualität und Standortattraktivität in Wettingen und der Region hervorragende Dienste geleistet. Bedingt durch den Alterungsprozess und in technischer Hinsicht ist das Ende der Betriebsdauer erreicht. Eine Erneuerung der Anlage und insbesondere der Gebäudetechnik erschien 2016 auch den Stimmberechtigten als unumgänglich und dringend. Im November 2016 sprach sich der Souverän klar für den Kredit über 46,5 Mio. Franken aus. Das Sanierungsprojekt hat eine zwölfjährige, nicht zuletzt auch leidvolle Geschichte hinter sich. Vor sechs Jahren lehnte das Wettinger Stimmvolk einen ersten Kredit von rund 86 Mio. Franken ab. 


Neuer Schub für Pioniergeist

Den Tag des offiziellen Spatenstichs bezeichnete Gemeindeammann Roland Kuster als «Meilenstein in der Geschichte Wettingens». Mit den nun in Angriff genommenen Arbeiten sei man gewillt, der Sportstadt Wettingen nach dem Pioniergeist, welcher vor 50 Jahren an den Tag gelegt wurde, neuen Schub zu verleihen. Über 60 Gäste, darunter Gemeindeammänner und Gemeinderäte, der  Einwohnerratspräsident, Mitarbeitende der Verwaltung und der Begleitkommission, Planer sowie der neu gewählte Verwaltungsrat der Tägi AG, konnte Kuster zu diesem denkwürdigen Anlass begrüssen. Die Gemeinden von Baden Regio haben den Stellenwert sowohl des Kurtheaters in Baden als auch des «Tägi» erkannt und sich bereits vor längerer Zeit für eine finanzielle Unterstützung der beiden «Leuchtturmprojekte» ausgesprochen. Einen besonderen Gruss richtete Kuster an Christian Koch, Leiter Sektion Sport beim Departement Bildung, Kultur und Sport BKS. Der aus dem Westaargau angereiste Koch hielt in seiner Grussbotschaft fest, dass es sich bei den zugesicherten Geldmitteln nicht um Steuergeld handle. Vielmehr sei es der höchste Betrag, der je aus dem Sportfonds von «Swisslos» gesprochen wurde. Er ermunterte die Anwesenden, auch künftig solche Lose zu kaufen.


Ein deutlicher Mehrwert

Mit dieser umfassenden Sanierung wird die Lebens- und Nutzungsdauer der Anlage für die nächsten Jahrzehnte wieder sichergestellt. Davon zeigt sich Kuster überzeugt. Mit der Überdachung eines Eisfeldes, dem neuen Kinderplanschbecken, der aufgewerteten Sauna und dem neuen, zentralen Eingangs- und Erschlies­sungsbereich wird ein deutlicher Mehrwert für die bis anhin jährlich 400'000 Benutzerinnen und Benutzer geschaffen. Das heutige Restaurant mit der Grossküche wird zugunsten eines kundenfreundlichen Gastro-Bereiches im Erdgeschoss umgenutzt. Mit der Sanierung soll auch die Energiebilanz stark verbessert werden. Dadurch kann der für Hallenbäder und Kunsteisbahnen geltende Minergiestandard erreicht werden. Nachdem Gemeindeammann Roland Kuster für den Spatenstich sein Feingefühl mit dem Abbaubagger unter Beweis gestellt hat, werden nun in den kommenden zwei Jahren wöchentlich eine halbe Million Franken verbaut.


Verfügbarkeit der Anlagen

Die Minigolfanlage bleibt während der ganzen Umbauzeit uneingeschränkt offen. Auch das Gartenbad kann genutzt werden. Vorerst ist die Badewasseraufbereitung von der Sanierung nicht betroffen. Das Wasser kann jedoch nicht geheizt werden. Eine minimale Infrastruktur mit WC-Anlagen, Umkleidemöglichkeiten und einem Kiosk steht zur Verfügung. Das Gartenbad kann als Parkanlage durch die Bevölkerung genutzt werden. Während der Umbau- und Sanierungsphase sind Saalanlässe im grösseren Stil in der Spiel- und Sporthalle möglich. Mit der Migros Genossenschaft Aare wurde eine Vereinbarung getroffen, welche es ermöglicht, Bankette mit Verpflegungsmöglichkeiten bis 1200 Personen durchzuführen. 

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