Mit Motorantrieb unterwegs

Die Bootsverein-Aaretal-Heimbasis mit Bootssteg und Einwasserungsrampe befindet sich in der Nähe des Schwimmbades Schinznach-Dorf.

Der Vorstand des Bootsvereins Aare mit Präsident Beat Liechti (mit Sonnenbrille), Vizepräsident Roland Künzli (rechts neben ihm) und Ehrenpräsident Alfred Comps (oben links)
Der Vorstand des Bootsvereins Aare mit Präsident Beat Liechti (mit Sonnenbrille), Vizepräsident Roland Künzli (rechts neben ihm) und Ehrenpräsident Alfred Comps (oben links) (Bild: mw)

von
Max Weyermann

02. Mai 2018
09:00

Blickt man von der Aarebrücke zwischen Schinznach-Bad und Schinznach-Dorf nach Norden, ist der massive Metallsteg nicht zu übersehen. Auf einer Länge von 120 Metern bietet er Platz für 20 privat gehaltene Boote von Vereinsmitgliedern. Von hier aus können diese in ihrer Freizeit flussaufwärts den Bielersee, den Neuenburgersee und den Murtensee und flussabwärts den Rhein erreichen. Dies ist auch dem Einsatz für freie Fahrt auf der Aare mit Übersetzrampen bei den Staustufen der Kraftwerke zu verdanken. Der Bootsverein Aaretal (BVA) zählt heute rund 80 Mitglieder im Alter von 16 bis 78 Jahren. Dazu gehören auch ganze Familien, die ihr Hobby mit Enthusiasmus pflegen. 

 

«Vom Bootsvirus befallen»

Zum Jubiläumsanlass mit Grillfest beim Bootssteg im Ortsteil Schinznach-Dorf fanden sich rund drei Dutzend Vereinsmitglieder und Gäste ein, die von Vereinspräsident Beat Liechti begrüsst wurden. Anschliessend blickte Vizepräsident Roland Künzli in die Geschichte zurück. Er wies darauf hin, dass Fischer 1984 auf der Seite von Schinznach-Bad einen Schwimmsteg erstellt hatten, der allerdings mit der Zeit verlandete. Der Vorstand des 1998 gegründeten Bootsvereins Aaretal behandelte an seiner ersten Sitzung das Thema Erstellung eines eigenen neuen Bootssteges. Dank dem Entgegenkommen des Kantons, der beiden Gemeinden und der Betreiber des seit 1953 bestehenden Kraftwerkes Wildegg-Brugg in Villnachern sowie der Finanzierung mittels Auflage einer Anleihe konnte dieser nördlich der Aarebrücke realisiert werden. Für die Erstellung und die 2013/14 eingerichtete Stromversorgung leisteten Vereinsmitglieder viele Stunden Fronarbeit, und der Unterhalt gehört zu den regelmässig zu bewerkstelligenden Aufgaben. «Aber wir sind vom Bootsvirus befallen und wissen unsere Infrastruktur hier zu schätzen.Heute ist unser Verein eine anerkannte Grösse im Aaretal, sodass wir in Sachen Kleinschifffahrt auch politisch etwas bewegen können», so das Fazit von Roland Künzli. Stegverwalter/Stegwart Thomas Stucki wies auf die ideale «Heimbasis» hin, die gegenüber dem früheren, in einer leichten Biegung am gegenüberliegenden Ufer der Aare positionierten Platz unter anderem den Vorteil bietet, dass sie nicht mehr verlandet. 

Im Namen der Behörden von Schinznach gratulierte Gemeinderätin Elisa Landis zum BVA-Jubiläum und zeigte sich erfreut darüber, dass das grösste Rebbaudorf im Aargau auch über einen auf der Aare aktiven Verein verfügt. 

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