Müllwagen bietet Platz für drei Elefanten

Die diesjährige Projektwoche im Schulhaus Hasel Spreitenbach fand zum Thema «Abfall» statt. Dafür kam sogar ein Müllmann mit seinem Müllwagen zu Besuch.

Daniel Kaufmann erklärt den Kindern, wie viel Müll in seinem Müllwagen Platz hat (Bilder: isp)

von
Isabel Steiner Peterhans

15. April 2019
17:50

Auch ganz alltägliche Themen wie Abfall und Recycling fliessen in den Schulalltag ein. Daher macht es Sinn, dass sich Schülerinnen und Schüler damit auseinandersetzen können. Das Schulhaus Hasel in Spreitenbach ging mit gutem Beispiel voran und organisierte eine ganze Projektwoche zum umfangreichen Thema. Vergangene Woche fanden diverse Aktivitäten in den Bereichen Recycling, Abfalltrennung und Littering statt. 

 

Abfall geht alle etwas an

Gestartet wurde am Montag mit einem «CleanUpDay», an welchem alle 360 Schülerinnen und Schüler in der Gemeinde unterwegs waren, um herumliegenden Abfall einzusammeln. Diesen trugen sie anschliessend zum Schulhaus Hasel zurück und trennten ihn fachgemäss. Daneben waren unterschiedliche Aktionen geplant wie Besuche in der Umwelt Arena oder der Abwasserreinigungsanlage, Tauschbörsen oder gar Basteln mit Abfallmaterial. Den grössten Spass hatten die Schüler aber sicher beim 90-minütigen «Geländespiel». Die Stiftung «Punsch – Praktischer Umweltschutz» stellte Medienkoffer zu verschiedenen Themen wie Abfall, Ressourcen, Konsum oder Littering zur Verfügung. Darin enthalten waren, von Pädagogen entwickelte Unterrichtsideen, Dossiers und entsprechende Anleitungen.

 

Der Müllmann und die Elefanten

Die Begegnung mit Müllmann Daniel Kaufmann und seinem orangen Müllwagen wird vielen Kindern wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Als das Gefährt auf dem Schulhausplatz vorfuhr, war das Interesse immens. «Igitt, das stinkt aber», maulte ein junger Schüler. Schliesslich gewann aber doch die Neugier: Mutig stieg er auf das Lastwagentrittbrett und schaute sich den Hinterbereich des Abfuhrwagens ganz genau an. «Hierhin verschwinden jeweils die Abfall­säcke», erklärte Kaufmann später und betonte: «Drei ausgewachsene Elefanten hätten im Laderaum Platz!» Dass die Augen der Kinder immer grösser wurden, muss hier nicht erwähnt werden.  

 

Ab Herbst gilt es ernst

Die Gemeinde Spreitenbach ist die einzige Gemeinde im Kanton Aargau, die noch keine Abfallsackgebühren führt. Ein entsprechendes Abfallreglement wurde von der Bevölkerung anlässlich einer Einwohnergemeindeversammlung abgeschmettert. Aber ab 1. Oktober gilt es ernst, dann wird die Sackgebühr offiziell eingeführt. «Dass wir mit den Kindern nun die ganze Abfallbewältigung thematisieren, wird sicher nachhaltig wirken», meinte eine Lehrperson. «Denn wer gut trennt, zahlt schliesslich auch weniger Sackgebühr.»

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