Neubau «Magnolia» bezugsbereit

Vor zwei Jahren wurde der Grundstein gelegt. Inzwischen ist der Neubau für die Erwachsenenpsychiatrie in Königsfelden fertiggestellt. 

Verbindung zwischen Alt und Neu: Neubau «Magnolia» im Hintergrund
Verbindung zwischen Alt und Neu: Neubau «Magnolia» im Hintergrund (Bilder: zVg)

24. Juni 2020
09:00

Der Neubau «Magnolia» für die Allgemein- und Alterspsychiatrie ist nach einer achtjährigen Planungs- und Bauphase bezugsbereit. Ende Mai konnten die PDAG das neue Gebäude übernehmen. Damit ist das grösste Teilprojekt der «Gesamtsanierung Psychiatrie Königsfelden», das ein Bauvolumen von 78 Millionen Franken hat und vom Generalunternehmen Eiffage Suisse AG sowie vom Architekturbüro Huggenbergerfries umgesetzt wurde, abgeschlossen. 

 

Der Patient im Mittelpunkt

Psychisch erkrankte Menschen profitieren von zeitgemässen Behandlungskonzepten und einer modernen Infrastruktur, angenehme Räumlichkeiten tragen wesentlich zur Genesung bei, und dank besserer Betriebsabläufe haben die Mitarbeitenden mehr Zeit für die einzelnen Patientinnen und Patienten. Huggenbergerfries Architekten konzipierten den Neubau als dreiflüglige Anlage nordöstlich des denkmalgeschützten Hauptgebäudes aus dem Jahr 1872: als Ensemble von Alt und Neu. Dadurch entsteht zwischen den beiden Gebäuden ein grosszügiger Hofraum, der sich auf den Seiten zum Park öffnet und ihn so zu einem Teil der Parkanlage macht. Im Erdgeschoss des Neubaus befinden sich der Empfang mit der Patientenaufnahme sowie die Triage mit Notfallzugang. Der Eingangsbereich bildet die Drehscheibe, von dem aus alle Abteilungen direkt erreicht werden können. Zehn Stationen mit insgesamt 225 Betten sind auf den vier Geschossen zusammengefasst und um einen Innenhof organisiert. Einige haben direkten Zugang zum Garten oder zur Dachterrasse. Mit den beiden Privatstationen «Sophia» für ältere Menschen und «Idéa» für Patientinnen und Patienten zwischen 18 und 64 Jahren bieten die PDAG neben hoher medizinischer, therapeutischer und pflegerischer Fachkompetenz einen erweiterten Leistungsumfang an hinsichtlich Diagnostik, Therapieangebote sowie Hotellerie.

  • Neu- und Altbau von oben
    Neu- und Altbau von oben
  • Neubau mit Demenzgarten
    Neubau mit Demenzgarten
  • Nordseite
    Nordseite
  • Südseite
    Südseite
  • Aufenthaltsbereich
    Aufenthaltsbereich
  • Schlafbereich
    Schlafbereich
  • Aufenthaltsbereich
    Aufenthaltsbereich
  • Schlafbereich
    Schlafbereich

 

«Nutzer-Workshops» als zentraler Bestandteil

Um ein solch grosses Projekt wie «Magnolia» zu stemmen, waren eine gute Planung und Organisation unausweichlich: So begleitete die Sto­-kar + Partner AG die PDAG an 117 Projektleiter- sowie 61 Bauleitersitzungen. Während der Bauzeit, die rund zweieinhalb Jahre betrug, wurden auch 10'000 m3 Beton verbaut,1,5 Millionen Kilogramm Eisen verlegt und 900 Sanitätsapparate montiert. 40 kantonale Unternehmen waren in die Bauarbeiten involviert. Im Neubau «Magnolia» werden künftig rund 250 Fachpersonen arbeiten. Die moderne Arbeitsumgebung soll die Mitarbeitenden optimal in ihren Aufgaben unterstützen. Daher wurden sie im Rahmen von 115 «Nutzer-Workshops» in die Planung, insbesondere die Gestaltung der Patientenzimmer, miteinbezogen. 

 

Vier Teilprojekte

Um auch in Zukunft eine zeitgemässe psychiatrische Behandlung bieten zu können, müssen die PDAG bestehende Gebäude sanieren und Neubauten errichten. Die «Gesamtsanierung Psychiatrie Königsfelden» wurde in vier Teilprojekte gegliedert. Das Teilprojekt 1 umfasst den Neubau für die Erwachsenenpsychiatrie sowie die Sanierung des denkmalgeschützten Hauptgebäudes. Der Neubau für Kinder und Jugendliche (Teilprojekt 2) wurde bereits im Jahr 2016 eröffnet. Die Sanierung der Pavillons für Forensik und Abhängigkeitserkrankungen (Teilprojekt 3) sind ebenfalls durchgeführt, und die Sanierung der Versorgungstrakte (Teilprojekt 4) wird gegen Ende 2022 abgeschlossen sein.

Die komplette Gesamtsanierung hat ein Bauvolumen von 120 Millionen Franken und wird voraussichtlich im Jahr 2022 zum Abschluss kommen. Ein weiteres Bauprojekt ist zudem der Erweiterungsbau der Klinik für Forensische Psychiatrie. Dieser kann voraussichtlich Ende 2021 bezogen werden.

War dieser Artikel lesenswert?
0

Wir setzen uns mit Herzblut und Know-how für gute Geschichten aus Ihrer Region ein. Wenn auch Sie hochwertigen Journalismus schätzen, können Sie uns spontan unterstützen. Wir danken Ihnen – und bleiben gerne für Sie am Ball.

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

«Gesundheit ist die Basis»

Jungunternehmer Timon Baumgartner möchte die Lebensqualität der Menschen… Weiterlesen

Der Siggenthaler Wirbel hat gewirkt

Der Kanton geht beim Teil­konzept Baden-Wettingen-Siggen­thal über die Bücher.… Weiterlesen

blog

Abgründige Geheimnisse – Lindsay Galvin

Nachdem ihre Mutter an Krebs verstorben ist, reisen Aster und Poppy zu ihrer… Weiterlesen

region

Ambulanter Pionier von Beginn

Vor 15 Jahren, genauer am 1. Juli 2005, wurden die ersten Patientinnen und… Weiterlesen

region

Bezchor singt das Bruggerlied

Heute wäre der Tag des Brugger Jugendfests. Wer mag, kann trotzdem in Emotionen… Weiterlesen