Neue Mehrzweckhalle geplant

Gut zwei Monate nach dem verheerenden Brand der Turnhalle in Holderbank ist die Ursache noch nicht geklärt. Die Planung für einen Ersatz ist derweil angelaufen.

Vom Dach der Turnhalle sind nur noch verkohlte Balken zu sehen (Bild: ci)

von
Lorenz Caroli

13. Februar 2020
09:00

Gemeindeammann Herbert Anderegg hatte am Neujahrsapéro, der in einem Raum der Holcim statt in der Turnhalle stattfand, sein Bedauern über den Brand skizziert. Gleichzeitig konnte er mitteilen, dass alle Vereine dank zahlreicher Angebote nach den Neujahrsferien ein Ersatzlokal für ihre Proben zur Verfügung haben würden. Er war dankbar für die Solidarität der umliegenden Gemeinden. Am Schluss seiner Ansprache war Anderegg überzeugt: «Das Leben geht weiter.»

 

Planung des Schulhausneubaus geht weiter

Experten des Aargauischen Versicherungsamtes (AVA) hatten festgestellt, dass ein Totalschaden vorliegt. Nach diesem Bescheid konnte der Gemeinderat über die Zukunft des Dorfzentrums entscheiden. An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung im April des letzten Jahres war ein Projektierungskredit von 1,5 Millionen Franken für den Neubau des Schulhauses und der Einfachturnhalle genehmigt worden. Gemäss Masterplan, der vor einigen Jahren erstellt wurde, sind Mitte der 2020er-Jahre sechs Schulzimmer notwendig. Durch die Verzögerung wegen der Beschwerde gegen die beschlossene Zonenplanänderung ist man mit dem Neubau zeitlich in Verzug geraten. Schon bald nach Eröffnung müsste die geplante zweite Phase beginnen. Aus ökonomischen Gründen hat der Gemeinderat beschlossen, nicht nur vier Schulzimmer, sondern bereits die zweite Phase mit sechs Schulzimmern zu planen. Diese Planung ist schon weit fortgeschritten, sodass anlässlich der Sommer-Gemeindeversammlung über den Baukredit abgestimmt werden kann. 

 

Was passiert mit der Brand­ruine?

Das Konzept des Schulhausneubaus sah vor, dass die alte Turnhalle, die schon bei der Planung vor bald 100 Jahren als Mehrzweckhalle konzipiert worden war, weiter als Halle für ­Gemeindeversammlungen, Unterhaltungsabende und andere Anlässe benützt werden soll. Auch das Vereins­lokal und die für die Gastronomie vorhandenen Räume wären benötigt worden. 

Für den Gemeinderat ist klar, dass es im Dorf eine entsprechende Mehrzweckhalle braucht. So hat er einem Architekturbüro aus Brugg einen Studienauftrag erteilt. Dieses soll einen Vorschlag ausarbeiten, wie die zu bauenden Räume angeordnet sind und funktionell zusammenpassen. 

In diesem Zusammenhang kann die Lage der einzelnen Räume gegenüber dem Zustand in der abgebrannten Turnhalle optimiert werden. Sobald das Resultat dieser Studie vorliegt, können weitere Entscheidungen getroffen werden und ein Terminplan kann erstellt werden. 

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