Neues soll das Vorhandene ergänzen

Auf dem Brisgi-Areal in Baden sollen rund 200 qualitativ hochwertige und gleichzeitig preiswerte Wohnungen ent­stehen.

Innenhof eines Clusters, Visualisierung der Überbauung «Brisgi»
Innenhof eines Clusters, Visualisierung der Überbauung «Brisgi» (Bild: zVg/Architekturbüro Meier Leder)

von
Peter Graf

02. Juni 2018
09:00

Ehrgeiziges Ziel, wenn alles nach Plan läuft:

  • 28. Mai bis 26. Juni 2018: Info Gestaltungsplan und Mitwirkungsverfahren
  • Herbst 2018: Auflage Gestal­tungs­plan, danach Genehmigung durch Kanton
  • 2019: Einreichung Baugesuch
  • 2020: Baubeginn
  • 2022: Frühester Bezug nach zwei Jahren Bauzeit

Im Frühling 2016 lancierte die 2012 gegründete Wohnbaustiftung Baden den Projektwettbewerb für die Brisgi- Überbauung. Im September des gleichen Jahres entschied sich die Jury für das Projekt «Kandalama» des Teams Müller Sigrist, Zürich, und Meier Leder Architekten, Baden, und empfahl dieses zur Ausführung. Mittlerweile liegt der Gestaltungsplan für die Brisgi-Überbauung im Entwurf vor und wurde bei der Stadt Baden eingereicht. Mit dem Gestaltungsplan wird die baurechtliche Basis für das Projekt gelegt. Anlässlich einer Infoveranstaltung, zu welcher Stadtammann und Stiftungsratspräsident Markus Schneider die interessierte Bevölkerung sowie Planer, Architekten und Verwaltungsmitarbeitende begrüssen durfte, wurde der Entwurf präsentiert. Einen Schwerpunkt der Arealentwicklung bildet die Aufwertung des Quartiers. Altes und Neues sollen sich weiterentwickeln können, wobei es gilt, bestehende Strukturen und Angebote zu integrieren und zu ergänzen. Ziel sei es, so Schneider, günstigen, nicht billigen Wohnraum anzubieten. Entstehen sollen Wohnungen für Familien mit Kindern, welche durch kleinere Wohnungen und flexible Angebote ergänzt werden.

 

Areal mit Potenzial

Die durch das Preisgericht eingebrachten Empfehlungen wurden einer Überarbeitung unterzogen. War das Areal zum Zeitpunkt des Wettbewerbes noch der Wohnzone 4 (Gebäudehöhe 16,5 Meter) zugeordnet, so sieht der Gestaltungsplan nun eine Gebäudehöhe von 20 bis 25 Meter vor. Dadurch können statt der ursprünglich 177 Wohnungen nun 200 Wohneinheiten realisiert werden. Insbesondere war gemäss §4 der BNO unter Einhaltung entsprechender Vorschriften ein zusätzliches Geschoss zulässig. Das Areal, so Architekt Martin Leder, wurde in drei Bebauungscluster gegliedert. Dies führt zu einer starken und selbsttragenden Identität für das ganze Areal. Innerhalb des Clusters entstehen grosszügige Begegnungsräume. Das Areal und die mit 200 Einstellplätzen geplanten Tiefgarage sollen durch die bestehenden Strassen erschlossen werden. Die Hälfte der 200 Einstellplätze werden dem bereits bestehenden Hochhaus zugeordnet. Damit soll das oberirdische Areal möglichst verkehrsfrei bleiben. 

 

Mitwirkungsverfahren eröffnet

Das Brisgi-Areal besticht durch seine abgeschlossene Lage zwischen Bahntrassee und Wald am Kniebogen der Limmat sowie den topografischen Elementen von Hang und Allmend. Ziel ist es, auch durch die neuen Gebäude die räumliche Erfahrung der Hanglage sowie die Weite der Wiese zu erhalten. Saša Subak (Metron AG) erläuterte den Gestaltungsplan, welchem bewusst ein grosser Perimeter zugrunde liegt und damit eine gesamtheitliche Gestaltung des Areals erlaubt. 

Am 28. Mai wurde ein öffentliches Mitwirkungsverfahren, welches bis zum 26. Juni dauert, eröffnet. Die Bevölkerung hat nun Gelegenheit, an einer Planung mitzudenken und mitzureden, aber auch Kritik zu üben sowie Verbesserungen und Änderungen vorzuschlagen. Bereits wurden durch die anwesenden Fachleute Fragen hinsichtlich Begegnungsräumen, Verkehrserschliessung und ökologischer Nachhaltigkeit beantwortet. Pläne und Dokumente liegen werktags von 8 bis 11.45 und von 13.30 bis 17 Uhr zur Einsichtnahme bei der Stadt Baden, Abteilung Planung und Bau, Rathausgasse 5, zur Einsichtnahme auf.

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