Neustart für Körper und Seele

Vor 15 Jahren hat Maddy Hoppenbrouwers zum ersten Mal gefastet. Heute bietet sie selbst Beratungen und Kurse zum Thema Fasten an.

Maddy Hoppenbrouwers fastet mehrmals im Jahr
Maddy Hoppenbrouwers fastet mehrmals im Jahr (Bild: cl)

von
Claudia Marek

03. Januar 2019
14:40

Mit dem neuen Jahr kommen die guten Vorsätze. «Ein paar Kilo abnehmen» ist ein beliebtes Projekt, wenn die Kleider nach den üppig genossenen Festtagsleckereien spannen. Doch nicht nur die Pölsterchen stören, zuweilen fühlt man sich nach den Feiertagen müde und antriebslos. Eine Methode, den Energiefluss wieder in Schwung zu bringen, bietet eine Fastenzeit. «Es tut einfach gut», ist Maddy Hoppenbrouwers überzeugt. Fasten sei die älteste und natürlichste Gesundheitsvorsorge. Der Körper bekomme die Chance, gespeicherte Säuren, Umweltgifte, Krankheitsherde und Fett abzubauen.

 

Überliefertes Wissen

Maddy Hoppenbrouwers, Pflegefachfrau und Erwachsenenbildnerin, machte vor 15 Jahren den ersten Fastenkurs bei Ella Graf, die in Wettingen eine Gesundheitspraxis führte. «Von ihr habe ich viel gelernt», erzählt sie. «Nie hätte ich damals gedacht, zehn Tage ohne Nahrung leben zu können.» Seitdem faste sie mehrmals im Jahr. Ella Graf habe ihr kurz vor ihrem Tod das Wissen aus ihrer 25-jährigen Erfahrung als Fastenkursleiterin überliefert. Dieses Vermächtnis weitergeben zu können, sei zur Passion geworden. Heute arbeitet Maddy Hoppenbrouwers als Kursleiterin und individuelle Begleiterin.

Hoppenbrouwers wohnt in Schinznach-Bad und lebt nach der Permakultur-Philosophie – das heisst im Wesentlichen mit und nicht gegen die Natur. In ihrem kleinen «Paradies» wächst geordneter Wildwuchs. Dort leben Menschen, Pflanzen und Tiere in enger Verwobenheit. Genauso wie Maddy Hoppenbrouwers mit ihrem Garten sorgsam umgeht und Lernende bleibt, begleitet sie Menschen mit dieser Grundhaltung. 

 

Fasten – eine tiefe Erfahrung

Der Gewinn einer Fastenkur sei vielfältig, ist sie überzeugt. «Fasten ist eine tiefe Erfahrung, welche das Selbstwertgefühl steigert.» Man sei leistungsfähiger und brauche weniger Schlaf. Und man habe die Gelegenheit, sich auf Wesentliches zu besinnen und alte Gewohnheiten zu durchbrechen. Dass ein paar Kilos purzeln, sei nur ein angenehmer Nebeneffekt. Für Interessierte bietet Maddy Hoppenbrouwers kostenlose Informationsabende an, so auch in Brugg. Dort erfahren die Teilnehmer, wie sie fasten können. Spezieller Gast ist Martin Vosseler, Basler Arzt und Aktivist, auch bekannt von der Fastenaktion für einen Importstopp von Tropenholz mit Bruno Manser vor dem Bundeshaus (1993).

 

 

Informationsabend: Fasten – die natürlichste Sache der Welt
Donnerstag, 17. Januar, 19 Uhr, Berufs- und Weiterbildungszentrum Zimmer 111, 1. Stock, Brugg, www.fasten-zeit.ch

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