Note «Sehr gut» für die Nationalrätin

Wetterglück und die Festrede von Marianne Binder-Keller bescherten der Bez eine heitere Jubiläumsfeier. Auch Heidi Suter (93) feierte mit.

Ehrengast Heidi Suter mit Sohn Thomas in der Fotoausstellung, wo die Bez-Geschichte dokumentiert war. (Bild: rhö)

08. September 2021
16:57

«Ursprünglich wollten wir dieses Jubiläum in einem grösseren Rahmen begehen, doch hat uns leider Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht», bedauerte Schulleiter Marius Schneider in der ersten Rede des Festaktes auf dem Pausenplatz der Bez Turgi. Lange war völlig unklar, ob dieser überhaupt stattfinden kann. So mussten Organisationskomitee und freiwillige Helfer viel improvisieren, um Fotoausstellung, Festschrift und das kalte Buffet noch rechtzeitig realisieren zu können. Aufgrund der Pandemie waren nur ehemalige Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen zugelassen. Als Ehrengast mit einem Blumenstrauss wurde die älteste Bez-Turgi-Schülerin Heidi Suter begrüsst. Die 93-Jährige war mit ihrem Sohn Thomas eigens aus Schwyz angereist.


Deutschlehrer lobte Aufsatz

FDP-Grossrat Adrian Schoop, der eine Auszeit beim Sommerfest seiner Firma genommen hatte, überbrachte als Ammann die Glückwünsche des Turgemer Gemeinderats. Nationalrätin Marianne Binder-Keller (Die Mitte) liess sogar die Fraktionssitzung in Bern sausen, weil ihr das Wiedersehen mit der Bezirksschule, die sie anfangs der Siebzigerjahre besucht hatte, wie auch Schulkameraden und ehemaligen Lehrern so viel Freude machte. Sie frappierte mit ihrer langen, aber kurzweiligen Festrede, in der sie detailreich und humorvoll an ihre Teenagerzeit erinnerte. In einer Anekdote erzählte sie, wie stolz sie war, als der Deutschlehrer einen ihrer Aufsätze lobte – und noch viel mehr, als er sich einige Jahre später noch daran erinnern konnte. Damals musste ihr jüngerer Bruder bei ihm zum gleichen Thema einen Aufsatz schreiben. Er bekam dafür die Note vier und folgenden Kommentar des Deutschlehrers: «Du erhältst zwei Noten Abzug, weil ich genau diesen Aufsatz schon einmal gelesen habe, und das Genügend verdankst du allein der Qualität des Textes deiner Schwester!»

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