Nur noch der Name fehlt

Die Bez Turgi lässt sich ihr ­Jubiläum nicht vermiesen: Am Freitag wird die neu gestaltete Piazzetta eingeweiht – und ihr Name «enthüllt».

Fabian Schwitter, Leiter Hausdienst der Bezirksschule Turgi, montiert einen Teil des neuen Möbelstücks. Die Endversion wird morgen präsentiert (Bild: zVg)

28. April 2021
17:50

Am 30. April 1921 übergab der Gemeinderat Turgi die Bezirksschule an die Schulpflege. Zwei Tage später begann – ohne jegliche Feierlichkeiten – der Schulbetrieb. Genau 100 Jahre später findet nun morgen Freitag der erste offizielle Akt des 100-Jahr-Jubiläums statt: An der Südseite des Schulgebäudes, unmittelbar neben dem Teich, wird die «Piazzetta» (deutsch: Plätzchen) eingeweiht. Der kleine Platz wurde in den vergangenen Wochen neu gestaltet. Auf dem rund 50 Quadratmeter grossen Geviert mit Steinplatten stehen nun zwei funktionale Designmöbel, die in «normalen» Zeiten einer ganzen Schulklasse Platz bieten. 

Wie die «Piazzetta» aussieht, wird im Vorfeld noch nicht verraten. Sie wurde aber bereits vor den Frühlingsferien rege von den Jugendlichen genutzt, wie Schulleiter Marius Schneider erklärt. Anlässlich der Einweihung am 30. April wird das Plätzchen auch noch getauft. Bis zum 8. April konnten Namensvorschläge eingereicht werden. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird bei der Einweihung ebenfalls anwesend sein, bei der auch Gemeindeammann Adrian Schoop sein Kommen angekündigt hat. Gäste sind aufgrund der Pandemie nicht eingeladen.

Die Gemeinde Turgi hat die Hälfte der Kosten der «Piazzetta» übernommen. Den Rest stemmt die Bezirksschule selbst: Einerseits über ihren Schulfonds, der massgeblich vom 2018 aufgelösten Verein ehemaliger Bezirksschüler gespeist wurde. Aber auch mit einer Sponsoringaktion, die bereits von der Bauunternehmung Aarvia, Gemeindeammann Adrian Schoop, der Raiffeisenbank Wasserschloss, Küng Automobile, Coiffure Franziska Weibel und der Merz-Gruppe mit namhaften Beiträgen unterstützt wird.


Kreativität «dank» Pandemie

Die Einweihung ist das aktuelle Highlight im Jubiläumsjahr, dessen Programm laufend durch die Pandemie verändert werden musste. So wurde die Projektwoche der Schule vom März in den Juni verschoben. Diese Woche mit einer Fülle von Arbeitsangeboten dient auch zur Vorbereitung auf das für 3. September geplante Jubiläumsfest. «Wir werden uns unter anderem mit der historischen Vergangenheit beschäftigen», erklärt Schneider. Darin enthalten sei auch ein Kulturtag in Turgi mit Besuchen und Aufenthalten in diversen Lokalitäten im Dorf.

Die ständigen Anpassungen des Programms sieht Schneider im übrigen positiv: «Der Zwang, Dinge umzudenken, führt auch zu Kreativitätsschüben und innovativen Ansätzen», ist er überzeugt. Frei nach dem Motto «Nichts ist so beständig wie der Wandel».

Ob der grosse Jubiläumsanlass am 3. September stattfinden kann, ist aber noch ungewiss, da der Rahmen für eine grössere Veranstaltung derzeit noch nicht gegeben ist. Eingeladen sind auch sämtliche ehemaligen Bez-Schülerinnen und Schüler. Bis jetzt haben sich laut Schneider knapp hundert Personen angemeldet. «Diese liegen altersmässig 75 Jahre auseinander: Das Spektrum reicht von Jahrgang 1928 bis 2003», so der Schulleiter. Sollte das Fest nicht steigen können, sollen die von der Bezirksschule geschaffenen Angebote auf anderem Weg vermittelt werden.

War dieser Artikel lesenswert?

Wir setzen uns mit Herzblut und Know-how für gute Geschichten aus Ihrer Region ein. Wenn auch Sie hochwertigen Journalismus schätzen, können Sie uns spontan unterstützen. Wir danken Ihnen – und bleiben gerne für Sie am Ball.

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Burkhard tritt nicht mehr an – wird erstmals eine Frau höchste Ehrendingerin?

Im Gemeinderat Ehrendingen kündigt sich ein Umbruch an: Gemeindeammann Urs… Weiterlesen

IG will Skatepark mit Pumptrack

Der Skatepark in Würenlos ist «etwas in die Jahre» gekommen. Ein Verein setzt… Weiterlesen

region

Meistersänger im Busch

Kaum ein anderer einheimischer Brutvogel hat einen so variantenreichen und… Weiterlesen 2 Kommentare

region

Schneiden als Instrument

Die Siggenthaler Künstlerin Ursula Rutishauser liebt Papier – und das Geräusch… Weiterlesen

region

Alle Traktanden erneut abgelehnt

Die Abstimmung vom 2. Mai in der katholischen Kirchgemeinde Gebenstorf-Turgi… Weiterlesen