Odyssee eines Hundertjährigen

«Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand»: Der schwedische Film, der im Freiluftkino im Dorfschöpfli in Freienwil gezeigt wird, strapaziert garantiert die Lachmuskeln.

Um dem Rummel um seine Person zu entkommen steigt Rentner Allan Karlsson aus dem Fenster und erlebt so manches Abenteuerb (Bild: zVg | Escot Elite)

von
Ilona Scherer

08. August 2019
11:20

Am Ende der Sommerferien findet in Freienwil traditionell das Open-Air-Kino des Einwohnervereins statt. Nach fünf Wochen, in denen das Dorf quasi ausgestorben wirkte, kehrt mit der Vorführung am Samstagabend Betriebsamkeit in die Gemeinde zurück. Auf dem Vorplatz des «Dorfschöpfli» von Dora und Franz Suter beim Dorfbrunnen wird eine grosse Leinwand aufgebaut, ab 19.30 Uhr öffnet die Festwirtschaft des Einwohnervereins, und beim Eindunkeln um etwa 21.15 Uhr heisst es: Film ab! 

Am Ende dieses heissen Sommers wird eine Komödie aus dem kühlen Norden gezeigt. «Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand» ist die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Jonas Jonasson aus dem Jahr 2016. Darin geht es um den Rentner Allan Karlsson, der nach einem langen und farbenfrohen Leben in einem Pflegeheim seinen 100. Geburtstag feiern soll. Eine Stunde vor der offiziellen Feier wird ihm jedoch langweilig, und er springt aus dem Fenster – eine turbulente Reise beginnt. Denn schon während er auf den Bus wartet, soll er für einen jungen Skinhead dessen Koffer bewachen. Allan nimmt den Koffer mit 50 Millionen schwedischen Kronen an sich und steigt in den Bus. Von da an wird er sowohl von den Besitzern, einem kriminellen Bikerclub, als auch von der Polizei gejagt. Unterwegs schliessen sich ihm vier Menschen und ein Elefant an. 

Im Laufe des Films blickt Karlsson in sechs Episoden auf sein Leben zurück und stellt überrascht fest, wie er unbemerkt Einfluss auf die Weltgeschichte genommen hat. Als Sprengstoffexperte begegnete er nämlich unter anderem Persönlichkeiten wie Josef Stalin, Ronald Reagan und dem spanischen Diktator General Franco. Hauptdarsteller Robert Gustafsson war zum Zeitpunkt der Dreharbeiten übrigens 48 Jahre alt, also 52 Jahre jünger als die Figur, die er spielte. 

Hanspeter Geissmann, Präsident des Einwohnervereins, verspricht dem Publikum einen «unterhaltsamen und gemütlichen Abend». Wie üblich gibt es etwas zu Essen, das zum Film passt. Bei schlechtem Wetter wird die Vorführung in die Scheune von Dora und Franz Suter verschoben. 

Der Film dauert etwa 112 Minuten. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt, der Wirtschaftsbetrieb ist ab 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, es wird eine Hutkollekte durchgeführt.

Samstag, 10. August, 21.15 Uhr  

Beim Dorfbrunnen, Freienwil

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