Partnerschaften führen zum Erfolg

Die Region Baden ist die bedeutenste Wohn- und Wirtschaftsregion des Kantons. Dies ging aus dem ersten «Baden Regio Talk» hervor.

Von links: Adrian Schoop, Stephan Attiger, Flavio De Nando, Hansueli Loosli und Roland Kuster (Bild: pg)

von
Peter Graf

05. Februar 2019
09:15

Für den Wettinger Gemeindeammann und Baden-Regio-Präsidenten, Roland Kuster stehen die Unternehmer in der Begrüssung der über 370 Teilnehmenden am ersten «Baden Regio Talk» im Fokus. Sein Willkomm gilt aber auch den zahlreichen Exekutivangehörigen der 26 Baden-Regio-Gemeinden sowie den Protagonisten, Regierungsrat Stephan Attiger, Coop-VR-Präsident Hansueli Loosli, Adrian Schoop, Geschäftsführer Soba Inter AG, sowie Gesprächsleiter Flavio De Nando. In seinem Eröffnungsreferat stellt Hansueli Loosli fest, dass nur ein offener und ehrlicher Dialog in allen Belangen ein Vorwärtskommen ermöglicht. Auf die öffentliche Verwaltung und Bildung sowie das Gesundheitswesen folgt die Coop-Gruppe als grösste Arbeitsgeberin im Detailhandel. Er weist denn auch darauf hin, dass Coop in der Region gut vertreten ist. Nebst einem interessanten Rückblick auf die bewegte, 150-jährige, durch Zahlen bekräftigte Firmengeschichte kam Loosli auf die Siedlungsentwicklung und die Verdichtung nach innen zu sprechen. In den firmen­eigenen Liegenschaften stehen nebst Verkaufs- und Lagerfläche nur gerade zwei Prozent als Wohnfläche zur Verfügung. Es sei sein Wunsch, so Loosli, diesen bescheidenen Anteil bei Neu- und Umbauten aber auch durch Wohnbauten kontinuierlich auf einen Anteil von zehn Prozent zu erhöhen.

 

Grosses Bevölkerungswachstum

Regierungsrat Stephan Attiger bezeichnete die Region Baden als die dynamischste Region des Kantons bezüglich Einwohnerzahl und Arbeitsplätze. Damit das so bleibt, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Die gute Erreichbarkeit zeigt sich auch im Bevölkerungswachstum. In den vergangenen Jahren stieg die Zahl der Einwohner im Kanton jährlich um 6000 bis 8000 Personen, sodass bis 2040 rund 180'000 Menschen mehr im Aargau leben werden. Raum, so Attiger, ist ein knappes Gut. Deshalb müssen die verschiedenen Ansprüche an den Raum sorgfältig auf die Entwicklungsziele abgestimmt werden. Dies erfordert eine vorausschauende Planung und ein umfassendes Abwägen der Interessen von Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft.

 

Ein interessantes Podium

In der anschliessenden Podiumsdiskussion sprach Flavio De Nando Adrian Schoop auf die sich dem Unternehmer stellenden Probleme an. Sein Wunsch wäre, so Schoop, dass Baugesuche zügiger behandelt werden sollten. Als unbefriedigend bezeichnete er auch die Verkehrssituation für die Handwerker und Dienstleister der Region. Verschiedene Verkehrsknoten sind in den Spitzenzeiten am Morgen und am Abend überlastet. Dies führt zu kostenverursachenden Staus und damit auch zu Terminproblemen. Gedanken macht er sich aber auch zur Datenschutzsicherung, zur Deklaration und zur Baustellenkontrolle. Der Unternehmer und Gemeindeammann von Turgi ist vom Nutzen solcher Network-Anlässe überzeugt. 

 

Mobilität sicherstellen

Auf die Verkehrsprobleme angesprochen, stellt Stephan Attiger fest, dass die Zuverlässigkeit sowohl beim öV als auch beim MIV (motorisierter Individualverkehr) gewährleistet werden muss. Um dies zu erreichen, müssen örtliche und regionale Themen (OASE) einer Lösung zugeführt werden. Roland Kuster verweist auch auf das Angebot von Aargau Services hin. Hier werden Unternehmer während des Gründungs- und Ansiedlungsprozesses beraten und unterstützt. Hilfestellung gibt es auch beim Zugang zu Fördermöglichkeiten sowie bei der Suche von Immobilien und Grundstücken. Kuster stellte zum Schluss eine Weiterführung dieses wertvollen Network-Anlasses in Aussicht. Während des Apéros konnten sich die Anwesenden an zwölf Ständen der Teilnehmenden Gemeinden über die Angebote von Wohnen, Arbeiten und Freizeit informieren.

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