Richtungsweisende Vorlage

Die Stadt Brugg soll fortschrittlich und wirkungsvoll geführt werden. Eine neue Personalfachstelle könnte zur Entlastung beitragen.

Im Stadthaus Brugg soll künftig intern wie extern offensiver kommuniziert werden. (Bild: Archiv | sha)

26. August 2020
11:34

Frau Stadtammann Barbara Horlacher und Stadtschreiber Matthias Guggisberg informierten die Presse über die Einwohnerratsvorlage betreffend Schaffung einer Personalfachstelle (80 %) und Stellenprozente für die Kommunikation (20 %) per 1. Januar 2021. Der Einwohnerrat entscheidet an seiner Sitzung am 4. September im Campussaal über einen jährlich wiederkehrenden Kredit von gegenwärtig 144 000 Franken sowie  einmalige Kosten in Höhe von 7500 Franken.


Anpassungen beim Ressort Präsidiales und Sicherheit
Der Handlungsbedarf war unbestritten. Nach der Frühpensionierung der langjährigen Stadtschreiberin Yvonne Brescianini Ende Februar 2020 und im Hinblick auf die Neubesetzung der Stelle des Stadtschreibers liess der Stadtrat 2019 sein Führungsmodell von der Firma BDO überprüfen. Diese Überprüfung ergab, dass das in Brugg gelebte Führungsmodell und der Verwaltungsbetrieb im Grundsatz gut funktionieren. Handlungsbedarf wurde in den Bereichen Personalwe-sen, Kommunikation und strategische Führung festgestellt. Basierend auf diesen Erkenntnissen, entschied der Stadtrat, am bisherigen Führungsmodell mit fünf von den jeweiligen Ressortvorstehern sowohl politisch als auch personell geführten Ressorts sowie an der grundsätzlichen Verwaltungsstruktur festzuhalten.

Aufgrund der Resultate wurde der Bereich Projekte und Controlling aus dem Aufgabengebiet des Stadtschreibers herausgelöst und als neue Abteilung direkt der Ressortvorsteherin Präsidiales und Sicherheit – Frau Stadtammann Barbara Horlacher – unterstellt.


«Personal nicht nur verwalten, sondern auch betreuen»
Die Überprüfung des Führungsmodells habe zudem ergeben, dass sowohl die zeitliche Belastung als auch die «Machtkonzentration» beim Amt des Stadtschreibers kritisch sei, wie Guggisberg erklärte. Die Stadt mit über 100 Mitarbeitenden lasse sich gut mit einem grossen KMU vergleichen. «Dort wäre es bei dieser Grösse  eher unüblich, keine Personalfachperson zu haben», hielt Matthias Guggisberg fest.

Mit der Schaffung einer Personalfachstelle sollen die Ressourcen zur Verfügung stehen, um diese Defizite gezielt anzugehen und die bisher praktizierte reine Verwaltung durch eine der Grös-
se der Stadt angemessene Betreuung der Mitarbeitenden sicherzustellen.


Interne und externe Kommunikation verbessern
Mit der Schaffung dieser mit 80 Prozenten datierten Personalfachstelle sollen bei Stadtschreiber und Stadtschreiber-Stellvertreterin Ressourcen frei werden, die für Kommunikationsaufgaben eingesetzt werden können. Zusammen mit den zusätzlich beantragten 20 Stellenprozenten für die Kommunikationsunterstützung möchte man so die Voraussetzungen für eine den Anforderungen der Öffentlichkeit entsprechende Kommunikation schaffen. «Auch bisher aufgrund fehlender Ressourcen immer wieder verschobene Projekte können endlich angegangen werden», hiess es. Als Beispiele nannten Horlacher und Guggisberg die Erarbeitung eines Kommunikationskonzeptes – intern wie extern – oder die Überarbeitung der städtischen Website. «Dies wird im Jahr 2021 geschehen», stellte der Stadtschreiber in Aussicht. Barbara Horlacher betonte zum Schluss: «Ich setze sehr viel Hoffnung auf diese Vorlage. Sie ermöglicht einen wesentlichen Beitrag für die Zukunft der Organisation.» Horlacher wünscht sich eine «fortschrittliche und wirkungsvolle Verwaltung».

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