Sanierung dient der Sicherheit

Der Unmut über den Kredit von 1,8 Millionen Franken für das Projekt an der Etzelstrasse war einst gross. Nun haben die Arbeiten begonnen.

In Wettingen wird am Fünfarmknoten Etzelstrasse gearbeitet. (Bild: pg)

07. April 2021
21:45

Nebst dem altersbedingten schlechten Zustand führten die zu kleinen Durchmesser der Abwasserleitungen im Bereich der Etzel-, Bernina-, Eiger- und Lägernstrasse bei Starkregen zu Kellerüberflutungen in den umliegenden Liegenschaften. Dies führt nun zu grundlegenden Sanierungsmassnahmen. Bedarf bestand auch bei den Werken Wasser- und Elektrizitätsversorgung sowie den Kommunikationsmedien. Bereits während des Variantenstudiums wurden verschiedene Optionen für die Gestaltung des Knotens geprüft. Denn der Knoten wurde damals als Tempo-50-Zone erstellt und entspricht heute nicht mehr den Anforderungen einer Tempo-30-Zone. Aus der Evaluation erwies sich dabei ein Mini-Kreisel mit einem Aussendurchmesser von 18 Metern als die beste Variante. Diese vermochte vor allem durch die Verkehrssicherheit zu überzeugen. Gleichzeitig konnte auf einen Landerwerb verzichtet werden. Der Innenring wird überfahrbar und mit einer Pflästerung ausgestaltet. Dadurch werden auch Fahrbeziehungen mit grossen Lastwagen ermöglicht und die Verkehrsbeziehungen sowie die Verkehrssicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer optimiert. Grundsätzlich wird die bestehende Linienführung beibehalten. Im Knotenbereich werden durch die Neugestaltung die Fahrbahnränder angepasst und die Trottoirs lokal verbreitert.


Klare Verkehrsbeziehungen

Das Geschäft, welches im Januar 2020 im Einwohnerrat behandelt wurde, rief in der Folge Kritiker auf den Plan. Diese brachten in Leserbriefen vor dem Hintergrund der angespannten finanziellen Lage der Gemeinde ihren Unmut über die als unnötig bezeichnete Kreisellösung zum Ausdruck. Aber auch im Einwohnerrat galt der Kreisel nicht als der «Weisheit letzter Schluss». Die GLP brachte einen Rückweisungsantrag ein und schlug als günstigere Massnahme Tempo 20 vor. Dieser wurde ebenso klar abgelehnt wie der Antrag der SVP, den beantragten Kredit für das als «Luxusprojekt» bezeichnete Bauvorhaben zu kürzen. Die Fraktion «Die Mitte CVP» beantragte damals, im Rahmen der Projektierung des vorgelegten Strassenbauvorhabens sei die Realisierung dreier zusätzlicher Fussgängerstreifen bei den Einmündungen der südlichen Etzelstrasse, der Säntis- und der östlichen Lägernstrasse zu prüfen und gegebenenfalls zu realisieren. Hauptargument für diesen Antrag war die Schulwegsicherheit. Bekanntlich liegt dem mit 31 zu 11 Stimmen genehmigten Projekt vorab die dringende Sanierung und Anpassung der im Boden liegenden Infrastruktur, an welcher derzeit gearbeitet wird, zugrunde. Wie bei bereits realisierten Sanierungen von Verkehrsflächen soll auch an diesem Fünfarmknoten die Führung des Fuss- und Fahrzeugverkehrs mittels optisch und baulich angepassten Verkehrsführungen geregelt und erreicht werden.

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