Sie wagen den Sprung ins kalte Wasser

Sieben Frauen aus Schinznach-Dorf haben das Winterschwimmen entdeckt. Seit September hüpfen sie wöchentlich in die kalte Aare – mit Begeisterung.

Wagen sich gemeinsam in die 7 Grad kalte Aare in Schinznach-Dorf: Fünf Frauen der Gruppe «Aarebaden». (Bilder: aru)

08. Dezember 2021
17:17

Die Geschichte der Schinznacher Aarebadenixen begann in Bern. Als Nadine Karnitz dort bei einer Weiterbildung war, traf sie eine Frau, die jeweils über Mittag in die Aare hüpfte. «Das hat mich total beeindruckt – und begeistert!», erzählt die reformierte Pfarrerin. Der Enthusiasmus hat angehalten, und flugs trommelte Karnitz weitere Frauen aus dem Dorf zusammen, um sie für ihr Vorhaben zu begeistern. Seit September wagt sich die Gruppe, die sich im WhatsApp-Chat «Aarebaden» nennt, in wechselnder Zusammensetzung zweimal wöchentlich ins kalte Wasser. Und das bei fast jedem Wetter. «Die Aare befindet sich quasi vor unserer Haustür – nun können wir sie auch im Winter nutzen», sagt Nadine Karnitz. Die fünf Frauen treffen sich bei der katholischen Kirche und spazieren dann gemeinsam ans Ufer des ruhig fliessenden Kanals. Hier haben sie einen Platz mit Treppeneinstieg und Bank zum Umziehen gefunden. «Nach dem Spaziergang sind wir gut aufgewärmt, sodass das Eintauchen ins kalte Wasser weniger Überwindung braucht», so Nadine Karnitz. Die Frauengruppe ist total motiviert, ihr Vohaben den Winter über durchzuziehen. «Wir fühlen uns einfach gut dabei – und gemeinsam macht Wellness nun mal mehr Spass!»

 

  • Anke Grabs: «Ich war zuerst sehr skeptisch, was diese Idee angeht. Dann dachte ich mir: Ich mache aus Spass mal mit! Es war viel weniger schlimm, als ich gedacht habe, mittlerweile geht es super und macht mir mega Spass. Ich versuche nun, regelmässig mitzugehen.»
  • Regina Rissi: «Zuerst dachte ich: Was ist das bloss für eine Idee? Da ich die Frauen kenne, die mitmachen, wollte ich es auch mal ausprobieren – und blieb dabei! Ich versuche, zweimal in der Woche mitzugehen, denn ich merke, dass das Training es einfacher macht.»
  • Arlette Wyss: «Ich bin aus Gwunder mitgegangen, fand es einfach eine coole Idee. Nun gehe ich einmal in der Woche in die Aare, je nach Zeit. Im Wasser fühlt es sich kalt an, aber nachher ist da ein gutes Gefühl von Lebendigkeit, das einen ideal in den Tag begleitet.»
  • Esther Jakob: «Ich bin schon in manchen Büchern dem Thema Winterschwimmen begegnet, und als ich hörte, dass es nun hier eine Gruppe gibt, die sich winters in die Aare wagt, habe ich gedacht: Da bin ich dabei, das ist gut fürs Immunsystem! Alleine würde ich es aber nicht machen.»
  • Nadine Karnitz: «Ich geniesse den Moment beim Reingehen. Da muss ich ganz bei mir sein und gut atmen, sonst klappt es nicht. Auch das Gefühl beim Rauskommen ist stark: Da bin ich jeweils ganz geerdet und spüre mich von den Zehen- bis zu den Haarspitzen.»
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