Simsala zieht ins Souperbe

Bei Souperbe ist definitiv ausgelöffelt: Ende März schliesst das Restaurant in der Brugger Altstadt. In die Räumlichkeiten zieht das Kinderhaus Simsala.

Fahnen kündigen die Verbindung an der Storchengasse an: Das Kinderhaus Simsala (lrechts) erweitert den Betrieb in den Räumlichkeiten des Souperbe (Bild: sha)

von
Annegret Ruoff

26. März 2020
09:00

Die «Auslöfflete» im Souperbe war anders vorgesehen. Wäre die Verordnung des Bundesrates, aufgrund des Corona-Virus alle Restaurants zu schliessen nicht dazwischengekommen, hätte die beliebte Suppenbar in der Brugger Altstadt eine Woche lang Suppen nach Wahl angeboten – zum Abschluss einer 12-jährigen Ära. Betreiberin Lucie Soland hatte sich zur Schliessung des Lokals entschieden, weil die Nachfrage über die Jahre hinweg abgenommen hat und sie sich in Zukunft ihrem anderen Herzensprojekt widmen will – dem Suppenladen, den sie seit Mai 2015 in der Alten Post an der Hauptstrasse 12 betreibt. Diesen allerdings zügelt Soland nun etwas weiter Richtung Alte Brücke, an die Hauptstrasse 17, ins ehemalige Lokal der «Mobiliar», die ihrerseits an die Laurstrasse 10 gezogen ist. 

 

Inventarverkauf «in Mini»

Vor dem Umzug hatte Lucie Soland einen grossen öffentlichen Inventarverkauf geplant. Dazu hatte sie Geschirr, Küchenutensilien und Mobiliar schön geordnet im Lokal zum Verkauf bereitgestellt. Doch das Coronavirus machte der Wirtin einen Strich durch die Rechnung. Statt den Verkauf ganz zu streichen, hat sich die kreative Geschäftsfrau entschieden, den Verkauf den Gegebenheiten anzupassen. Durch die Fenster des Lokals können Interessierte einen Blick auf Schüsseln und Töpfe erhaschen. Wer an die Scheibe klopft, dem wird aufgetan. Ist drinnen niemand zu sehen, kann man sich auch über die Telefonnummer 056 535 54 34 melden. In den Raum gelassen werden maximal drei Personen, die beim Stöbern angehalten werden, auf den nötigen Abstand zu achten. Am Donnerstag, 26. März, findet der Inventarverkauf ein letztes Mal statt. Danach ist Schluss mit Souperbe.

 

Zusätzliche Räume fürs Simsala

Nach der Räumungs- und Umbauzeit kehrt frisches Leben ein. Das Kinderhaus Simsala, das bereits die Räume im Haus nebenan und im Erdgeschoss des ehemaligen Kaufhauses «Rössli» an der Hauptstrasse nutzt, hat die Räumlichkeiten des Souperbe dazugemietet. Dies bestätigt Michèle Roget, Co-Präsidentin des Simsala, gegenüber e-journal. Dadurch gewinnt das Angebot des Kinderhauses, das seit 2003 in Brugg und Windisch Halb- und Ganztagesplätze für Babies ab drei Monaten bis hin zu Schulkindern anbietet, an Attraktivität.

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