So sieht der Limmatsteg aus

Eine neue Brücke soll den Fuss- und Veloverkehr zwischen Neuenhof und Wettingen verbinden. Bau- beginn ist frühestens 2025.

So soll sich der Limmatsteg Chlosterschür über den Fluss spannen. (Bild: zVg | Modellbau Zaborowski)

08. September 2021
18:00

Für den Bau einer Flussüberquerung als Fuss- und Veloverbindung im Bereich der Landschaftsspange Sulperg-Rüsler hat das Departement Bau, Verkehr und Umwelt einen Projektwettbewerb für den geplanten Limmatsteg Chlosterschür geführt. Der Limmat-steg soll das Neuenhofer und das Würenloser Limmatufer verbinden. Ziel ist die Aufwertung der Landschaftsspange als Naherholungs- und Landwirtschaftsraum. Dieses Gebiet soll dank dem durchgehenden talquerenden Weg erlebbar gemacht werden. Unter sechs Eingaben hat sich die Jury einstimmig für das Siegerprojekt «Ardeidae» entschieden. Es stammt vom jungen Tessiner Ingenieurbüro Ingegneri Pedrazzini Guidotti Sagl aus Lugano. Das Projekt hat sich mit seiner laut Würdigung der Jury «radikal einfachen, knapp 120 Meter langen Stahlbrücke» durchgesetzt. Am Dienstag hat die Projektvernissage stattgefunden.


Altlasten auf dem Limmatgrund

«Die Stärke des Siegerprojekts ist die Klarheit der Brückenkonstruktion, welche die Limmat ohne Stützen überspannt. Dies ist von Vorteil, da in diesem Bereich der Limmat im Boden Altlasten abgelagert sind», so das BVU in seiner Mitteilung. Eine Pfeilerfundation hätte «ein aufwändiges und risikobehaftetes Bauverfahren erforderlich gemacht», heisst es weiter. Ausserdem könne damit vermieden werden, dass mit einem Pfeiler ungewollt der Grundwasserstrom unterhalb der Limmatsohle «angestochen» worden wäre.


Teil der kantonalen Radroute

Der Limmatsteg ist Teil der kantonalen Radroute Sulperg-Rüsler. Der Grosse Rat des Kantons Aargau hat in diesem Rahmen des regionalen Gesamtverkehrskonzepts Oase am 4. Mai die Festsetzung der Velo-Hauptverbindungen auf dem Gemeindegebiet von Neuenhof und Würenlos inklusive des Velostegs Sulperg-Rüsler über die Limmat als Ergänzung des kantonalen Radroutennetzes im Richtplan entwickelt. Als Teil des Agglomerationsprogramms Limmattal werden die Projektierung und der Bau des neuen Limmatstegs auch vom Bund mitfinanziert. Der Korridor Sulperg-Rüsler stellt ebenfalls ein Teilprojekt des Freiraumkonzepts «Agglomerationspark Limmattal» dar und wurde als Projekt der Regionale 2025 nominiert.


Öffentliche Projektauflage 2023

Als nächster Schritt wird nun durch das Siegerteam aus dem Tessin ein Bauprojekt ausgearbeitet, dieses soll voraussichtlich 2023 öffentlich aufgelegt werden können. Der Baubeginn ist auf das Jahr 2025 geplant. Dieser Zeitplan sei allerdings abhängig von allfälligen Einsprachen, so das BVU.


Ausstellung im Tägi Wettingen

Zum Projektwettbewerb «Limmatsteg Chlosterschür» wird eine Ausstellung durchgeführt. Die Vernissage mit den Wettbewerbsbeiträgen fand am Dienstag, 7. September, statt. Noch bis zum 19. September werden sechs Wettbewerbsbeiträge mit den Modellen im Tägi Wettingen ausgestellt und können während der Öffnungszeiten frei besichtigt werden.

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