Sportler aller Art geehrt

Bereits zum dritten Mal führte die Stadt Brugg die Sportlerehrung im Salzhaus durch. Jeweils ein Team oder Verein durfte sich speziell vorstellen.

Jürg Baur mit dem Judo-Team
Jürg Baur mit dem Judo-Team (Bilder: em)

von
Esther Meier

27. Januar 2017
08:45

Stadtrat Willi Däpp und Jürg Baur führten als Moderatoren durch den Abend. Unterstützt wurden sie administrativ zum letzten Mal von Martin Rauber. Den Anfang machte die Ehrung der Einzelsportler. 


Karate und Tennis

Leider fehlte Karate-Europameisterin Elena Quirici, da sie vor einem Wettkampf in Paris auf ihre Gewichtskontrolle warten musste. Sie entschuldigte sich mit einem Filmgruss dafür. Sie freut sich über jede Stimme, die ihr als Aargauer Sportlerin des Jahres geschenkt wird. Ihr Kollege Luca Spitz wurde für seinen dritten Rang in der Europameisterschaft und seinen ersten Rang bei der Schweizer Meisterschaft geehrt. Der Sportler aus Sisseln kann dank der Sportschule in Zürich ausreichend Zeit für das Karate-Training aufbringen. Kollegin Maya Schärer, erster Rang bei den Schweizer Meisterschaften, Europameisterschaft im zweiten Rang, meinte: «Ich habe noch nie Bretter entzwei geschlagen.» Dass sie die Beintechnik beherrscht, führte sie gleich vor. 


Judo und Kajak

Eine besonders grosse Mannschaft stellt der Judoclub Brugg. Zwei Rekruten, in Urlaub von der Magglinger RS, wurden geehrt, Tobias Meier und Michael Kistler, beide Elite. Michael wurde zwar vom Vater schon früh zu Wettkämpfen mitgenommen. Aber er betonte: «Für diese Sportart habe ich mich aus eigenem Antrieb entschieden.» Sein dritter Rang bei der Schweizer Meisterschaft in Neuenburg machte ihm Freude und spornt ihn zu weiteren Leistungen an.

Ciril Grossklaus sagte: «Ich trainiere trotz der Enttäuschung über den Ausgang des olympischen Wettkampfs bereits auf die kommende Olympiade hin. Das Gefühl bei der Eröffnung war super eindrücklich.» Bei Sabine Eichenberger liegt die Olympiateilnahme zwar schon 20 Jahre zurück, aber auch sie erinnert sich immer noch gerne und lebhaft daran. Ihre jüngsten Erfolge errang sie am internationalen Wildwasserrennen in Fulda mit dem ersten Rang und beim Weltcuprennen in Savinja ebenfalls mit dem ersten Rang. 

Sabine Eichenberger
Sabine Eichenberger


Tätigkeiten der SLRG

Nach der Ehrung der Rettungsschwimmer Manuel Saxer, erster Platz bei der Militär-Weltmeisterschaft Halmstad, und Ivan Chepriakov, zweiter Platz bei den Staffel-Schweizer Meisterschaften  in Tenero, stellte Natalie Zulauf die Tätigkeiten der SLRG vor. Jürg Baur drohte: «Nun wird das Salzhaus unter Wasser gesetzt für diese Präsentation.» Doch eine Power-Präsentation machte dies unnötig. Die SLRG gehört zum Roten Kreuz, da ihre Einsätze dem Retten von Leben dienen. Doch dafür muss hart trainiert und geübt werden. Als besonders positiv strich Zulauf hervor: «Es ist ein breit gefächerter Team-Sport.»

Wichtig ist bereits die Prävention bei Kindern, denn mit Wasser ist nicht zu spassen. So wird der SLRG Baden-Brugg bei der Badenfahrt für die Sicherheit an der Limmat zuständig sein. Bei den Rettungsschwimmern konnten denn auch Damen Overall und Herren Overall für ihre Leistungen bei der Staffel-Schweizer-Meisterschaft in Tenero geehrt werden. 


Padel, Judo und mehr

Eine Spezialdisziplin beim Tennis ist der Padel-Tennis, wie ihn Ibrahim Fetov und Jorge de la Riva erfolgreich pflegen. Ibro und Ignasi Villacampa gewannen im September 2016 die Schweizer Meisterschaft in Frenkendorf. Das Judo Team Brugg errang zum zehnten Mal in Folge, insgesamt aber 14 Mal, den Schweizer-Meister-Titel – keine Kleinigkeit! Die Fussball-Junioren freuten sich über ihren Aufstieg in die Coca-Cola-Junioren-League. Auch die Hornussergesellschaft Baden Brugg stieg in die dritte Liga auf. Sie schlagen mit Schindeln auf dem Ries die Nouss – also mit Holzscheiben schlagen sie den Hornuss auf dem Spielfeld. Leider kämpfen sie wie viele Vereine mit Nachwuchsproblemen.

Ein einziges Spiel dauert jeweils drei bis vier Stunden, das verlangt viel Geduld. Auch die Pétanque-Veteranen Arturo und Heini freuen sich über ihren Schweizer-Meister-Titel in der Kategorie Doublette. Am 19. Und 20. August kann man sie an einer Austragung der Elite im Schachen live bewundern. Pétanque spielt man auf allen Böden, für Boccia braucht es eine ebene Bahn. Hier sagt man auch sein nächstes Vorhaben an, beim Pétanque dagegen gibt es immer Überraschungen.


Breitensport

Stadtrat Willi Däpp betonte: «Dem Stadtrat ist es wichtig, auch die Organisatoren und Motivatoren des Breitensports zu ehren. Da geht es schliesslich um die Volksgesundheit.» Dazu gehören etwa der 24-Stunden-Lauf im Schachen, den Fredi Müller ins Leben rief. Der nächste Sponsorenlauf wird am 23. und 24. September im Schachen durchgeführt.

Der slowUp gehört in diese Kategorie, hier wirken vor allem Verena Rohrer von der Standortförderung Brugg und Jörg Baur. Mit 30'000 Zuschauern wurde das Argovia Fäscht um 13'000 Teilnehmer überrundet und ist der grösste sportliche Event im Aargau. Es gibt auch kleinere Anlässe wie eine Damen-Walking-Gruppe vom Rebmoosweg. Die gesprochenen Geldbeiträge sind rein symbolisch und als Aufmunterung für weitere gute Leistungen zu verstehen. 

AKB-Preis für Daniel Eich
AKB-Preis für Daniel Eich


AKB-Preis

Anders sieht es da beim AKB-Preis aus. David Lauber und Karin Erne überreichten dem Nachwuchssportler Daniel Eich einen Riesencheck in Höhe von 1'000 Franken. Der Judoka wurde damit für seinen unermüdlichen Einsatz geehrt, den er trotz Verletzungen leistete. Damit erreichte er bei den Schweizer-Einzel-Meisterschaften in Cortaillod den dritten Rang und durfte somit in die Nationalmannschaft U18 eintreten. Beim Matsuru Dutch Open Eindhoven stieg er auf das dritte Podest. Willi Däpp ermunterte die Vereine: «Melden sie doch dem Stadtrat Nachwuchstalente, damit auch im folgenden Jahr wieder jemand den AKB-Preis entgegennehmen darf.»

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