Spürpanzer im Feuerwehrmagazin

Die ABC-Abwehrtruppen und ABC-Spürpanzer standen im Mittelpunkt des vom Rettungskorps Brugg organisierten Anlasses.

ABC-Spürpanzer
ABC-Spürpanzer (Bilder: ci)

von
Lorenz Caroli

18. Januar 2017
17:00

Das Rettungskorps Brugg fördert das Wissen ausserhalb der Feuerwehr und will die Kameradschaft pflegen. Mit dem Fachvortrag über die ABC-Abwehrtruppen der Schweizer Armee wurde die geplante Vortragsreihe fortgesetzt. Als Referent wurde Oberst i Gst Walter Schweizer eingeladen. Schweizer ist Kommandant des Kompetenzzentrums ABC-KAMIR in Spiez und leitet die ABC-Abwehr (atomar, biologisch, chemisch) und das Kommando KAMIR (Kampfmittelbeseitigung und Minenräumung) der Armee.

Bei der ABC-Abwehr muss man für die unterschiedlichsten Bedrohungen und Risiken ausgerüstet sein. Planungsannahmen sind Ausgangspunkte für entsprechende Massnahmen. Die Krisen, Konflikte und Kriege in der Ukraine waren die Grundlagen für die Planung. Dies umfasst die Definition der Leistungserbringung im Verband. Der Austausch des Expertenwissens und die Fähigkeit zur Leistungserbringung im Verbund sind entscheidend für den Erfolg.

Die ABC-Aufgabenfelder sind definiert: Spürdienst, Aufklärung, Probeentnahme, mobiler ABC-Nachweis, Dekontamination, Probeentnahme für vertiefte Detailanalyse und Qualitätssicherung. Die ABC-Abwehrtruppen sind die Mittel der ersten Stunde. Das Kompetenzzentrum ist verantwortlich für Kompetenzbildung und -erhalt. Es ist zuständig für die Ausbildung und bildet Fachspezialisten aus. Das Können ist vorhanden. Für eine gewisse Zeit ist man voll einsatzfähig. Das Leitmotiv des Kompetenzzentrums lautet: Mit Kompetenz für unsere Sicherheit. 

Oberst i Gst Walter Schweizer informiert über die Aufgaben der ABC-Abwehrtruppen
Oberst i Gst Walter Schweizer informiert über die Aufgaben der ABC-Abwehrtruppen


Spürpanzer

Der ABC-Spürpanzer ist ein Mittel der ersten Stunde. Mit einer maximalen Geschwindigkeit von 80 km/h fuhr der Panzer von Spiez nach Brugg. Die Dimensionen des Panzers benötigen gleich zwei Achsen im Feuerwehrmagazin. Es ist das neueste Fahrzeug der Armee. Davon gibt es zwölf Exemplare, die von der Mowag gebaut wurden. Jedes kostete 4,5 Mio. Franken. Angetrieben wird es durch einen Diesel-Caterpillar-Motor mit einer Leistung von 400 PS. Es ist 22 Tonnen schwer, 8,30 Meter lang, 2,75 Meter breit und 3,70 Meter hoch.

Der Spürpanzer dient zur Aufklärung von biologischen und chemischen Stoffen sowie radioaktiver Kontamination. Das Fahrzeug klärt bei einer vermuteten Kontamination das Gebiet ab. Es werden Luft- und Bodenproben entnommen, um sie mobil zu überprüfen und die eingesetzten Stoffe zu identifizieren. Entsprechende Geräte sind im Panzer installiert. Über eine Probeübergabeklappe können die Proben einer aussenstehenden Person übergeben werden, damit sie im Labor weiter untersucht werden können. Das Fahrzeug kann mit vier Personen Besatzung autonom 24 Stunden in einem kontaminierten Gebiet eingesetzt werden. Die Fachausbildung in der Rekrutenschule dauert zehn Wochen. Es ist eine anspruchsvolle Ausbildung. Für Stabsadj Mike Schönenberger braucht es zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten, damit ein Ernsteinsatz optimal ablaufen kann. 

Nach dem Vortrag und der Besichtigung des Spürpanzers im Feuerwehrmagazin bestand die Möglichkeit zum gemütlichen Beisammensein und zur Kameradschaftspflege.

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