«Stadtklatsch» soll Altstadt bereichern

Am Tor zur Brugger Altstadt ist ein neues Gastroprojekt geplant. Gehts nach den Initiantinnen, soll das Café «Stadtklatsch» im Herbst eröffnet werden.

Am Tor der Brugger Altstadt: Hier soll ein Platz zum «Käfele» entstehen
Am Tor der Brugger Altstadt: Hier soll ein Platz zum «Käfele» entstehen (Bild: cl)

von
Claudia Marek | Annegret Ruoff

19. Juli 2018
07:40

An der Schulthessallee 1 in Brugg soll unter dem Namen «Stadtklatsch» ein modernes, gemütliches Café entstehen. Lanciert wird es von Melanie Blättler und Maya Rey aus Brugg sowie Martina Wächter aus Villnachern. Die drei Frauen haben nebst ihrem gemeinsamen Engagement für das Stadtfest – alle drei sind im Organisationskomitee aktiv – beschlossen, die Brugger Altstadt mit einem Gastroprojekt zu bereichern. 

 

Kaffee und leichte Speisen 

Den idealen Ort für ihr Projekt hat die Frauen-Crew am Tor der Altstadt gefunden. In den frisch umgebauten Räumlichkeiten an der Schulthess­allee 1 soll der Kaffeegenuss im Zentrum stehen. Zu diesem Zweck werden die Initiantinnen eine Siebträgermaschine anschaffen. Gesunde Salate und Bowls mit Speisen aus regionalen Produkten sowie eine Auswahl an feinen Kuchen runden das Sortiment ab. 

Das Café ist tagsüber geöffnet, am Donnerstag- und Freitagabend sogar bis 20 Uhr, sodass man die Woche gemütlich bei einem Apéro mit Antipasti ausklingen lassen kann. Ebenfalls ist einmal im Monat am Sonntag ein reichhaltiger Brunch geplant. Ergänzt wird das Gastroangebot durch Anlässe und Events zu verschiedenen Themen. Ideen haben Melanie Blättler, Maya Rey und Martina Wächter viele, die konkrete Planung wird aber erst noch vorgenommen.

 

Aussenbestuhlung geplant

Bei der Eigentümerin der Liegenschaft sowie der Verwaltungsfirma, welche für die Vermietung der Räumlichkeiten zuständig ist, ist das Projekt auf offene Ohren gestossen. Die definitive Bewilligung steht derzeit jedoch noch aus. Vergangene Woche haben die Initiantinnen das Umnutzungsgesuch bei der Stadt eingereicht. «Jetzt hoffen wir natürlich auf positiven Bescheid», sagt Martina Wächter, stellvertretend für die Projektgruppe. Zusätzlich zur Nutzung der Räumlichkeiten im Erdgeschoss habe man vorgesehen, auch den Platz vor dem Lokal an der Schulthessallee 1 mit einer
Aussenbestuhlung zu versehen. Ein Aussenraum an zentraler Lage also, der den Eingang zur Altstadt markiert. Die Schulthessallee befindet sich derzeit städteplanerisch im Wandel, zumal die Stadt dort eine neue grosse Überbauung vorsieht, in welche auch die Stadtverwaltung einziehen soll (der General-Anzeiger berichtete).

Auf Melanie Blättler, Maya Rey und Martina Wächter kommen nach den Sommerferien strenge Wochen zu. Sie werden das Café «Stadtklatsch» nicht nur betreiben, sondern auch selbst hinter dem Tresen stehen. Zwei der drei Frauen bringen Erfahrung im Gastgewerbe mit. So hat Martina Wächter die Ausbildung zur Hotelfachassistentin absolviert, und auch Maya Rey hat sich Know-how im Gastgewerbe angeeignet. Mitarbeiten im Café werden alle drei Frauen, die Aufteilung der Pensen ist derzeit noch offen. Den personellen Aufwand, das sind sie sich bewusst, werden sie aber nicht alleine decken können. «Natürlich brauchen wir zusätzliche Unterstützung», sagt Martina Wächter.

 

Belebung der Altstadt

Das Projekt dürfte bei der Bevöl­kerung auf grosse Resonanz stossen, zumal das Café Fridolin, welches sich am unteren Ende der Hauptstrasse befindet, Ende April nach nur vier Monaten Betriebszeit seine Türen wieder schloss. Nebst den grossen Playern in der Brugger Cafészene, dem «Mosers Kafi» und dem «Café Frei», dürfte das Café «Stadtklatsch» mit seiner Lage an prominenter Stelle und seinem lauschigen Aussensitzplatz punkten.

Für die Brugger Altstadt wäre das Café mit Sicherheit ein Gewinn. Seit Jahren stehen viele Lokale leer, die Bestrebungen, sie mit neuem Leben zu füllen, sind nicht immer von Erfolg gekrönt. Auch auf der politischen Agenda der Stadt ist die Altstadt immer wieder Thema, zudem bemühen sich zahlreiche Gruppierungen, darunter der Quartierverein Altstadt und Umgebung, die Genossenschaft Altstadt sowie die Initiative Altstadt um die Attraktivität der alten Gassen. Sie alle dürften sich ob dem ehrgeizigen Projekt von Melanie Blättler, Maya Rey und Martina Wächter freuen. 

Trotz des grossen Aufwands sehen die drei innovativen Frauen dem Unternehmen mit Begeisterung entgegen, verbindet sie doch die Leidenschaft für ihr gemeinsames Anliegen. «Wir wollen unseren Beitrag zur Belebung der Altstadt leisten», bringt Martina Wächter es auf den Punkt.

Kommentare (1)

  1. Mariella Farré
    Mariella Farré am 19.07.2018
    Kompliment an die drei Frauen! Die Idee ist super und wird sicher sehr gut ankommen. Gruess
    Antworten

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