Statuten und Gebühren angepasst

Im Fokus der GV des Aero-Clubs Aargau stand speziell die Statutenänderung bezüglich der vorwiegend aargauischen Zusammensetzung des Vorstandes.

Rolf Fritschi (rechts) und Bruno Schmid stellten die Einführung der neuen Bombardier CS100 bei der Fluggesellschaft Swiss vor
Rolf Fritschi (rechts) und Bruno Schmid stellten die Einführung der neuen Bombardier CS100 bei der Fluggesellschaft Swiss vor (Bilder: mw)

von
Max Weyermann

13. April 2018
09:00

Vor der Generalversammlung des Regionalverbandes Aargau des Aero-Clubs der Schweiz hielten die beiden mit dem Flugplatz Birrfeld verbundenen Captains und Instruktoren Rolf Fritschi und Bruno Schmid ein spannendes Referat über die 2016 gestartete Einführung und den Betrieb von 125-plätzigen Kurzstreckenflugzeugen bei der Swiss. Die Maschinen vom Typ CS100 des kanadischen Herstellers Bombardier setzen in Sachen  Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit (Treibstoffverbrauch, Lärm­entwicklung) und Komfort neue Massstäbe. Fritschi und Schmid hatten Gelegenheit, die Übernahme der ersten Passagierjets in anspruchsvollen Tests und Trainings zu begleiten und sich auf ihre Instruktionstätigkeit vorzubereiten. Die Swiss ist stolz auf ihre «Pionierrolle» als weltweit erste Airline bei der Einführung der hochmodernen Maschinen, von denen sie aktuell über 17 Stück verfügt. Weitere werden folgen.

 

Einsatz hat sich gelohnt

Die von 140 Mitgliedern (von insgesamt 1400) besuchte GV wurde von Präsident Werner Neuhaus über das Berichtsjahr 2017 orientiert. Rund um den 1937 gegründeten, dem Aero-Club Aargau gehörenden Flugplatz Birrfeld fiel wiederum viel Arbeit an. Ein Haupterfolg war die Unterzeichnung der für weitere 30 Jahre bis zum 11. Februar 2048 geltenden Betriebskonzession durch Bundesrätin Doris Leuthard. Wie sich nun herausstellt, hat sich auch das Vorgehen gegen die vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) geforderten Verbreiterungen der Rollabstände auf dem Tarmac, dies dank der Gutheissung der Beschwerde durch das vom Aero-Clubs Aargau angerufene Bundesverwaltungsgericht. Die Anpassungen hätten gemäss den Einsprechern unnötige Einschränkungen und Kosten verursacht. 

 

Moderate Anpassung der Anflug- und Landetaxen

Im Jahresabschluss 2017 zeugt bei einem gegenüber 2016 leicht gestiegenen betrieblichen Ertrag von 1,377 Mio. und einem Gewinn von 49'887 Franken von stabilen Finanzen. Das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital betrug 1,736 Mio. Franken. Im Budget 2018 rechnet mit ähnlichen Zahlen. (Die zu 100 % dem Aero-Club Aargau gehörende Fliegerschule Birrfeld, deren separate GV am 9. Mai 2018 stattfindet, erzielte bei einem Umsatz von 5,246 Mio. Franken ein Plus von 15'524 Franken.) 

Aufgrund der künftigen Herausforderungen in den Bereichen personelle Engpässe, Regulierungen und Investitionen für Erhalt und Erneuerung der Infrastruktur stimmte die Versammlung dem Vorschlag des Vorstandes zu, in den verschiedenen Kategorien eine moderate Anpassung der Anflug- und Landetaxen sowie Benützungsgebühren vorzunehmen, die geschätzte Mehreinnahmen von rund 70'000 Franken bringen soll. 

Wurden für 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft geehrt: Werner Neuhaus (links) und Heinz Wettstein
Wurden für 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft geehrt: Werner Neuhaus (links) und Heinz Wettstein

 

Diskussionen um Statutenrevision 

Nach Informationen über die vor dem Abschluss stehende Umsetzung der Projekte Neubau Werkstatt und Umbau Hangar 6 (künftiger Standort des auf dem Flugplatz stationierten Rettungshelikopters der AAA Alpine Air Ambulance) erhielten der achtköpfige Vorstand mit Präsident Werner Neuhaus an der Spitze sowie die sechs AeCS-Delegierten ihre Bestätigung für eine weitere Amtsdauer. Zur nachfolgenden Statutenrevision lagen vier Anträge der drei Ehrenmitglieder Werner Neuhaus sen., Peter Frey und Max Salm vor. Im Fokus stand die von ihnen beantragte unveränderte Beibehaltung von Artikel 10, der besagt, dass die Mehrheit der Vorstandsmitglieder (inklusive Präsident) den Wohnsitz im Aargau haben müsse. Der aktualisierte, von der Versammlung klar angenommene Passus lautet: «Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, dem Aktuar, dem Kassier sowie weiteren maximal drei Mitgliedern. Die Mehrheit des Vorstandes setzt sich nach Möglichkeit aus Vertretern der dem Regionalverband Aargau des Aero-Clubs der Schweiz angeschlossenen und auf dem aargauischen Regionalflugplatz beheimateten Gruppen zusammen. Dabei sollen diese Gruppen im Vorstand möglichst paritätisch vertreten sein.» Damit wäre also denkbar, dass auch ein Mitglied mit ausserkantonalem Wohnsitz das Präsidentenamt übernehmen könnte. Ein weiterer Antrag betreffend Versand der GV-Unterlagen wurde ebenfalls abgelehnt, zwei zusätzliche Anträge der drei Ehrenmitglieder fanden jedoch die Zustimmung der Versammlung. 

 

Verdiente Ehrungen

Für 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft erwies die Versammlung Urs Brühlmeier, Rudolf Keller, Karl H. Ling, Max Lipp, Walter Moser, Werner Neuhaus (Präsident) und Heinz Wettstein die Reverenz. 

Seit 25 Jahren sind Horst Becker, Andreas Bracher, Thomas Kehrli, Jürg Keller, Ernst Kneuss, Bernhard Köl­bener, Hanspeter Studiger, René Wälchli, Tobias Wildi und Dieter Zingg mit dabeim Aero-Club Aargau. Zum Abschluss spendete die Versammlung Applaus für herausragende fliegerische Leistungen. 

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