«Tolles Fest, hohe Zufriedenheit»

70'000 Personen besuchten das Brugger Stadtfest. Wermutstropfen bleibt ein Verlust, weil am ersten Wochenende zu wenig Festpässe verkauft wurden.

V. l. Urs Herzog (Festwirtschaft), Jürg Baur (Präsident), René Schneider (Repol) und Stefan Fischer (Finanzen) vom Stadtfest-OK zogen Bilanz: «Wir dürfen stolz auf das sein, was Brugg geschafft hat!» (Bild: sha)

von
Stefan Haller

19. März 2020
09:00

Dennoch überwiege das Positive bei Weitem, wie OK-Präsident Jürg Baur an einer Pressekonferenz betonte. «Es war ein ganz tolles Fest mit hoher Zufriedenheit allenthalben, auf das wir stolz sein dürfen.» Die Stadt verfärbte sich mottogetreu an zwei Wochenenden im August und am ersten Septembertag. Das Fest strahlte weit über die Region hinaus und lockte auch dank Zugpferden wie Luca Hänni und Stress über 70'000 Besucher an. Baur erwähnte auch das wunderbare Miteinander am Fest, das phänomenale Wetterglück und viele wertvolle Begegnungen, die ermöglicht wurden. 

 

Lerneffekt 

Mittlerweile liegt die Schlussabrechnung vor, über die Stefan Fischer informierte. Speziell am ersten Wochenende des Grossanlasses wurden viele Besucher ohne Plakette gesichtet. Daraus zog man laut Fischer die Lehren und kontrollierte am zweiten Wochenende viel intensiver – mit Erfolg. Dennoch liegt man bei den Einnahmen 26 00 Franken unter Budget. Tatsächlich eingenommen werden konnten 993'000 Franken. Das eigentlich konservative Budget sah 1,02 Mio. Franken vor. Bei den Ausgaben wurde das Budget mit 35'500 Franken überschritten. Statt 1,02 Mio. Franken wurden 1,05 Mio. Franken ausgegeben. Der Grund hierbei lag etwa bei kurzfristig geäusserten Sonderwünschen von Stress beim Bühnenbau, weiteren Mehrkosten für den Aufbau und Unterhaltsarbeiten sowie auch den Suisa-Gebühren. Somit musste leider gesamthaft ein Minus von 61'000 Franken verzeichnet werden. Der Verein Stadtfest hatte jedoch noch 33'000 Franken vom Stadtfest 2013 auf dem Konto und weil der Stadtrat die volle Defizitgarantie von 40'000 Franken bezahlte, bleiben 12'000 Franken in der Kasse übrig. Urs Herzog, Festwirtschafts-Chef im OK, berichtete von der Beizen-Umfrage. Um es vorwegzunehmen: 80 Prozent der Beizen-Betreiber haben das Fest als «sehr gut» oder «gut» bewertet. Insgesamt beteiligten sich 64 von ihnen, darunter sämtliche regionalen Vereine. Lediglich zwei Beizer übten Kritik und erwähnten ihren finanziellen Misserfolg. 72 Prozent der Beizer fanden die Durchmischung der Angebote in Ordnung, wünschten also keine speziellen Zonen für Food oder Party etc.

René Schneider hielt fest, dass das Stadtfest auch punkto Sicherheit ein Erfolg war. Es gab nur sehr wenige Zwischenfälle. Er erwähnte auch die intensiven Gesprächsbemühungen mit Mitgliedern des Quartiervereins, der eine übermässige Belastung seines Lebensraums Altstadt kritisierte. Man zieht nun in Erwägung den Altstadtbewohnern künftig einen kostenlosen Festpass abzugeben. 

Das OK hinterlässt seinen Nachfolgern als Startkapital nebst dem Guthaben von 12'000 Franken gerne auch das Know-how. Abzugeben ist noch einiges Dekomaterial (info@stadtfest-brugg.ch). «Nun freuen wir uns auf ein verdientes kleines Abschlussfest, denn das ganze OK hat drei Jahre lang gratis gearbeitet», sagte Jürg Baur.

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