Vernetzung ist wichtig

Der Spatenstich ist erfolgt. Dank dem Stufenpumpwerk Reutenen kann bei Bedarf Wasser zwischen Brugg und Windisch verschoben werden.

Der Bagger ist für den Spatenstich bereit, unterstützt von Vertretern der für den Bau verantwortlichen Institutionen. (Bild: ci)

von
Lorenz Caroli

08. Oktober 2019
16:00

«Im Wasserschloss ist Wasser eine Selbstverständlichkeit. Es ist aber nicht immer dort, wo es gebraucht wird», erklärte der für das Ressort Wasserversorgung zuständige Gemeinderat Matthias Treier. «Mit dem Bau des Stufenpumpwerkes kann die Versorgungssicherheit gesteigert werden.» 

Bei einer Wasserversorgungs­planung wurde festgestellt, dass in bestimmten Fällen die Versorgungs­sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Die meisten Wasserversorgungen haben die Möglichkeit geschaffen, von Nachbargemeinden Wasser zu beziehen. Dies trifft auf Windisch nicht zu. Da auch die IBB Wasser AG an einem Zusammenschluss der beiden Wasserversorgungsnetze interessiert ist, wurde gemeinsam ein Projekt ausgearbeitet. Mit dem Zusammenschluss der beiden Netze können die Kapazitäten von beiden Seiten optimal genutzt werden, und die Versorgung ist in Notlagen sichergestellt. 

Da der Netzdruck in Brugg leicht unter demjenigen von Windisch liegt, muss das Brugger Wasser ins Reservoir Chapf um eine Stufe angehoben werden. Dies wird im Stufenpumpwerk geschehen.

 

Kreditbewilligung

Im Verpflichtungskredit von 826'000 Franken, den der Einwohnerrat am 26. Oktober 2016 genehmigte, waren die Anschlussleitungen ab Gemeindegrenze und das Stufenpumpwerk auf einer Parzelle an der Reutenenstrasse enthalten. An diesen Bruttokredit bezahlt die IBB Wasser AG die Hälfte des Stufenpumpwerkes von 320'000 Franken.

Da am geplanten Standort des Stufenpumpwerkes mit den Grundeigentümern trotz vorheriger Zusage kein Baurechtsvertrag abgeschlossen werden konnte, musste im Nachhinein ein neuer Standort gesucht werden. Dieser befindet sich im südwestlichen Bereich der Lagerstrasse anschliessend an die Schrebergärten. Das Grundstück kann von den SBB käuflich übernommen werden. Vor allem wegen des längeren Leitungsbaus musste der Einwohnerrat im Oktober 2018 einen Zusatzkredit von 152'000 Franken bewilligen. Weil das Gebäude in den Hang hineingebaut wird, ist praktisch nur die Vorderfront sichtbar.

  

Vernetzung

Da die Wasserversorgung Windisch die REWA Birrfeld mit Wasser versorgt, gibt die Vernetzung mit Brugg für diese eine grössere Sicherheit. Die grosse Bedeutung für die IBB Wasser AG wird unterstrichen, indem für den Leitungsbau zur Gemeindegrenze Windisch um eine halbe Million Franken aufgewendet wurde. In diesem gesamten Netz wird zukünftig Wasser für rund 30'000 Bewohner zur Verfügung gestellt. Man hofft, dass die Bauarbeiten Ende Februar 2020 abgeschlossen sind und die Vernetzung in Betrieb sein wird.

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