Voll motivierte Spitzensportlerin

Unerwartet wurde Ramona Härdi für die Olympischen Spiele 2018 im Eisschnelllauf selektioniert. Dort sammelte sie wertvolle Erfahrungen.

Ramona Härdi mit der Teilnahmebestätigung des Olympischen Komitees in Pyeongchang, Südkorea
Ramona Härdi mit der Teilnahmebestätigung des Olympischen Komitees in Pyeongchang, Südkorea (Bild: ci)

von
Lorenz Caroli

16. April 2018
08:50

Die Eisschnellläuferin Ramona Härdi hat sich ganz dem Spitzensport verschrieben. Sie will an die Olympischen Spiele 2022 nach Peking und dort Ehre für die Schweiz einlegen. Damit sie dieses Ziel erreichen kann, verzichtet sie auf vieles, erlebt aber auch Interessantes. Spitzensport betreiben ist nicht gratis. Sie darf aus ihrem Umfeld auf finanzielle Unterstützung zählen. Als Dank lud sie kürzlich die unterstützenden Personen zu einem Sponsorapéro ein. Offiziell dankte sie allen, die sie auf ihrem Weg finanziell und emotional begleiten. Sie trägt selber einen Teil der Kosten, indem sie bei einem verständnisvollen Arbeitgeber, der Lugin­bühl Fahrzeugtechnik AG in Möriken, in einem Teilzeitpensum arbeitet.

 

In die Schnelligkeit verliebt

Bei ihrer Begrüssung ging sie auf die Ereignisse im abgelaufenen Jahr ein. Nachdem sie während vieler Jahre Inline gefahren war, probierte sie es vor wenigen Jahren auf Kufen. Es gefiel ihr gut. Sie ist in die Schnelligkeit, die sie aus eigener Kraft erreicht, verliebt. Nach den erfolgreichen Resultaten in der Saison 2016/17 hatte sie sich entschieden, die Olympischen Spiele nicht nur am Fernsehen anzuschauen, sondern einmal selber aktiv dabei zu sein. In Peking 2022 möchte sie unbedingt dabei sein! Nach dem erfolgreichen Abschluss der Lehre als Konstrukteurin verliess sie im August die Schweiz und schloss sich einer Trainingsgruppe im holländischen Heerenveen an. Nach den intensiven Trainings bestätigte sie die Fortschritte an internationalen Wettkämpfen zum Beispiel in Calgary, Salt Lake City, Inzell und Heerenveen. Sie erfüllte die Vorgaben von Swiss Olympic und wurde für die Olympischen Spiele in Pyeongchang selektioniert. 

Der Kindheitstraum ging in Erfüllung: An der Eröffnungsfeier mit den andern Schweizern dabei zu sein, war das erste unvergessliche Erlebnis. Da ihr Wettkampf erst am zweitletzten Tag der Spiele, am 24. Februar, stattfand, nutzte sie die Zeit zum Training. Ihre Kolleginnen neckten sie mit dem Hinweis, dass sie in einem Ferienlager sei. Dann kam ihr erster Einsatz an olympischen Spielen mit elf Konkurrentinnen im Halbfinal der Disziplin Massenstart. Sie wollte einen Platz im Final erreichen. Leider stürzte sie in der vierten Runde. Sie war fassungslos. Noch nie war Ramona Härdi in einem Wettkampf gestürzt, und dann ausgerechnet bei den Olympischen Spielen. Den Aufenthalt in Südkorea genoss sie trotzdem, und dank den gemachten Erfahrungen kann sie sich weiterentwickeln.

 

Spannende Zukunftspläne

Ramona Härdi ist weiterhin voll motiviert. Schon im April reist sie wieder nach Holland und fährt mit dem Training fort. Dank ihren bisherigen Leistungen wurde sie in die Sportler-RS aufgenommen. Ende Mai absolviert sie die fünfwöchige militärische Grundausbildung. Anschlies­send wird sie sich erneut in Holland auf die nächste Saison vorbereiten und erste Verbesserungen sollten ab September messbar sein.  

Da Peking erst 2022 stattfindet, lastet kein Druck auf ihr. Mit diesem Wissen will sie die persönlichen Resultate auf allen absolvierten Distanzen verbessern.

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