Vom Konkurrenten zum Wahlhelfer

Sie sind Nachbarn und wollten beide in den Gemeinderat. Nun fokussiert sich Guido Bertozzi (Grüne) auf seine Kandidatur für den Grossrat.

Guido Bertozzi meldete sich nach der Coronakrise nicht mehr für die Gemeinderats-Ersatzwahl an. (Bild: IS)

03. September 2020
07:05

Im Frühjahr bahnte sich eine spezielle Konstellation im ehemaligen Kosthaus an: Sowohl Guido Bertozzi, Vorstandsmitglied der Grünen Aargau und Geschäftsführer von «Regionale Identität Baden Brugg Zurzach» (RIBB), als auch Markus Wälty, der im selben Gebäude wohnt, hatten ihre Kandidatur für die Ersatzwahlen im Turgemer Gemeinderat angemeldet. 

Bertozzi hatte bereits drei Jahre zuvor für den Gemeinderat kandidiert und den Einzug in die Exekutive nur knapp verpasst, obwohl er das absolute Mehr erreichte. Nun wollte er es erneut versuchen. Doch Corona änderte einiges. «In dieser Zeit tauchten viele neue Projekte auf. Mir wurde bewusst, dass ich mit dem Aufbau von ‹RIBB› mehr als ausgelastet bin», erklärt Bertozzi gegenüber der «Rundschau Nord». Darum verzichtete er auf eine Kandidatur. Zudem vertrete Markus Wälty laut Flyer Ansichten, die seinen eigenen sehr ähnlich seien. Deshalb unterstützt Bertozzi nun offiziell die Kandidatur seines Nachbarn. Auf dem Wahlflyer der IG Turgi wird er gar mit einem Statement zitiert: «Markus ergänzt den bestehenden Gemeinderat in idealer Weise.» 

Guido Bertozzi fokussiert sich nun auf seine Kandidatur für den Aargauer Grossrat. Dafür spreche, dass er vor vier Jahren ein gutes Resultat erzielt habe. Zudem ergänze sich die Arbeit im Grossen Rat gut mit der Tätigkeit als Co-Präsident von «RIBB», ist er überzeugt. Die RIBB setzt sich für die Themen Energie, Umwelt und Mobilität in der Region ein.  

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