Von Bözen bis Neuenhof: Sänger vereinigt

Der Bezirksgesangsverein Brugg wurde aufgelöst. Er fusioniert mit demjenigen von Baden und nennt sich Chorvereinigung Baden-Brugg.

Ehrung für langjährige Mitgliedschaft: Hans Wülser für 60 Jahre (links) und Ruedi Wüthrich für 50 Jahre
Ehrung für langjährige Mitgliedschaft: Hans Wülser für 60 Jahre (links) und Ruedi Wüthrich für 50 Jahre (Bilder: ci)

von
Lorenz Caroli

21. November 2018
09:00

Dem Gemischten Chor Remigen wurde die Ehre zuteil, die letzte Delegiertenversammlung des BGV Brugg zu organisieren. Zur Begrüssung sang er zwei muntere Lieder und wurde gesanglich von den Versammlungsteilnehmern unterstützt. 

Adrian Bieri überbrachte die besten Grüsse des Remiger Gemeinderates und bekannte, dass er ein ehemaliger Kinderchorsänger sei. Er bestätigte, dass das Dorf ein klassisches Weinbauerndorf ist. Mit dem Hinweis auf die vielen Ausflugsmöglichkeiten lud er die Versammlungsteilnehmer zum Besuch des Dorfes ein.

Zum Gedenken an die im vergangenen Geschäftsjahr verstorbenen Sängerinnen und Sänger erhoben sich die Delegierten. 

  

Mitgliederzahl sinkt leider stetig

Nebst den 34 Stimmberechtigten waren auch einige Gäste anwesend. Die Kassierin Brigitte Neukom stellte fest, dass der Verband dreizehn aktive Vereine mit insgesamt 297 Mitgliedern hat. Vor zehn Jahren waren es noch 417 Mitglieder. Der Gemischte Chor Riniken ist der grösste Verein und hat 34 Mitglieder. Präsident Bernhard Lauper gab in seinem Jahresbericht bekannt, dass neben den drei Vorstandssitzungen vor allem für die Fusionsvorbereitung mit dem BGV Baden gearbeitet wurde. Lauper erinnerte an die vielen Anlässe im Jahresverlauf. Speziell erwähnenswert war das Sängertreffen in Thalheim anlässlich des Jugendfestes.

Neue Ehrenmitglieder von links: Ruth Wehrli, Roland Meyer und Judith Schödler
Neue Ehrenmitglieder von links: Ruth Wehrli, Roland Meyer und Judith Schödler

  

Fusion genehmigt

Dann kam das wichtigste Traktandum: Fusion mit dem BGV Baden. Der Präsident listete die Vorteile einer Fusion auf: Der neue Verband sei etwa doppelt so gross und habe mehr Gewicht beim Kantonalverband. Es brauche weniger Vorstandsmitglieder. Man könne neue Chöre kennenlernen und die Organisation von gemeinsamen Anlässen würde vereinfacht. Lauper hofft, dass mit der Neuorientierung neuer Schwung in die Gesangswelt kommt. Lauper findet aber auch Nachteile. Die geografische Ausdehnung von Bözen bis Neuenhof sei gross und Chöre könnten sich einem andern Verband anschliessen. Er ist auch nicht sicher, dass die eigenen Chöre die Anlässe im Bezirk Baden besuchen. Die Statutenvorbereitungsgruppe hatte gute Arbeit geleistet, denn zu keinem der 26 Paragrafen gab es eine Wortmeldung. Von den beiden vorgeschlagenen Namen für den Verband wurde dem Namen «Chorvereinigung Baden-Brugg» zugestimmt. Die Statuten wurden mit 29 Ja-Stimmen genehmigt. Der neue Verband wird per 1. Januar 2019 aktiv. Bis zur Gründungsversammlung, die Ende Februar stattfinden wird, amtet ein provisorischer Vorstand. An dieser werden Wahlen stattfinden und das Jahresprogramm genehmigt. Im Vorstand werden vom BGV Brugg Bernhard Lauper und Brigitte Neukom unter der Leitung des Präsidenten des BGV Baden Pierre Galley ad interim amtieren. Die GV des BGV Baden hat die Fusion bereits genehmigt.

  

Ehrungen

Mit einem Geschenk und dem Abzeichen wurden fünf Mitglieder geehrt, die 25 Jahre einem Chor angehören. Vier Personen singen seit 35 Jahren, und drei wurden für 45 Jahre Chormitgliedschaft geehrt. Eine Ehrung verdiente sich das letzte lebende Gründungsmitglied des Gemischten Chores Veltheim, Ruedi Wüthrich, der 50 Jahre Chormitglied ist. Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurde Hans Wülser vom Gemischten Chor Villigen geehrt.

Den drei austretenden Vorstandsmitgliedern Ruth Wehrli, Judith Schödler und Roland Meyer wurde in Anbetracht der langjährigen Vorstandstätigkeit die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

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