Weichen für künftige Entwicklung gestellt

An einer Infoveranstaltung wurden der aktuelle Stand des Raumentwicklungskonzepts von Baden und die Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung vorgestellt.

Baden will interessant bleiben
Baden will interessant bleiben (Bild: pg)

von
Peter Graf

15. Juni 2018
09:00

Was schätzen die Einwohnenden an Baden? Wie nehmen Auswärtige Baden wahr? Was bedeutet dies für die Stadtentwicklung? – In den Monaten März und April hatten die Einwohnenden und Arbeitstätigen von Baden sowie Vertreter von Detailhandel, Grundeigentümern, Jugendlichen, Kulturtätigen, Quartiervereinen und der Gemeinwesensarbeit Gelegenheit, ihre Sicht auf Baden und ihre Anliegen an die Stadtentwicklung einzubringen. Anlass dazu bot das Raumentwicklungskonzept REK Baden, welches zurzeit in Erarbeitung ist. Anlässlich einer öffentlichen Informationsveranstaltung wurde die interessierte Bevölkerung über den aktuellen Planungsstand des Raumentwicklungskonzeptes und über das Ergebnis der Partizipation informiert. Die wertvollen Erkenntnisse können nun in die weitere Planung einfliessen.

 

Grosses öffentliches Interesse 

Erfreulich ist der Rücklauf aus den Befragungen ausgefallen. Erwartet wurden zwischen 300 und 500 Antworten. Eingegangen sind rund 1000, wovon über 65 Prozent aus der Badener Bevölkerung stammen. Weitere 19 Prozent kamen von Arbeitstätigen und 15 Prozent fallen auf Personen, die in Baden einkaufen oder ihre Freizeit verbringen. Damit können aus der Bevölkerungsbefragung sowohl eine Innen- wie auch eine Aussensicht gewonnen werden. Die Befragung des Detailhandels erfolgte in Zusammenarbeit mit der City Com. Bei der Befragung der Schülerinnen und Schüler konnte auf die Unterstützung der Sekundarschule, der Kantonsschule und der Berufsschule gezählt werden. Die Grundeigentümer und Grundeigentümerinnen der Vorstadt wurden direkt angeschrieben. Bei den Unternehmen und Grundeigentümern in Dättwil erfolgte der Versand über die IG Dättwil sowie die Aargauische Industrie- und Handelskammer. Am Workshop mit Quartiervereinen, Sport, Kultur und Gemeinwesenarbeit nahmen rund 30 Interessenvertretende teil. Die Themen der Stadtentwicklung wurden mit Interesse aufgenommen, was sich auch in der grossen Zahl der Teilnehmenden an der Infoveranstaltung widerspiegelte. So wurde denn auch die Gelegenheit wahrgenommen, Fragen an das Planerteam und die Vertreter der Stadt zu stellen.

 

Entwicklung als Schwerpunkt

Die Stadt wird von innen und aussen ähnlich wahrgenommen. Kultur und Altstadt sorgen für Aufenthaltsqualität und Begegnungen und machen die Stadt zum wichtigen Ankerpunkt für die Region. Für Jugendliche sind die Altstadt und die Limmat besonders wichtig. Für das kommende Wachstum scheint man gesellschaftlich bereit zu sein. Wenn die Qualität stimmt, ist auch die Offenheit für die bauliche Entwicklung gross. Es besteht auch ein Bedürfnis nach mehr Wohnraum in der Innenstadt sowie Investitionsmöglichkeiten in Eigentum. Um einen guten Ladenmix zu gewährleisten, kommt den Grundeigentümern bei der Innenentwicklung eine zentrale Rolle zu. Grosses Interesse ist auch an der Partizipation am öffentlichen Raum vorhanden. 

 

Wichtiges Planungsinstrument

Das REK beschreibt die Ziele und die angestrebte räumliche Entwicklung in den Bereichen Siedlung, Verkehr und Freiraum und die dazu erforderlichen mittel- und langfristigen Massnahmen mit dem Zeithorizont 2040. Der kantonale Richtplan geht für Baden bis dann mit einer Bevölkerungszunahme von 6300 Personen aus. Weiter benennt er Baden als wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkt von kantonaler Bedeutung. Baden ist zudem als Kernstadt definiert und wird zusammen mit den umliegenden Gemeinden als Motor der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung bezeichnet. In Anbetracht dieser Entwicklungsprognosen wird das REK als behördenverbindliches Planungsinstrument die aus den vorhandenen Strukturen abgeleiteten Entwicklungspotenziale auf dem Gebiet der Stadt Baden aufzeigen und Erkenntnisse aus der Partizipation der Bevölkerung umsetzen.

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