Weihnachten mitten im Frühling

Die Ortsbürgerkommission und der Forstausschuss Birmenstorf luden zur Pflanzaktion. 600 Tannensetzlinge haben nun «nur» einen Auftrag: zu wachsen.

Harte Arbeit und viel Spass: Weihnachtsbaumpflanzen in Birmenstorf
Harte Arbeit und viel Spass: Weihnachtsbaumpflanzen in Birmenstorf (Bilder: isp)

von
Isabel Steiner Peterhans

12. April 2019
09:00

Im Rahmen der Neuvergabe der Bewirtschaftung des Birmenstorfer Ortsbürgerwaldes hat die Ortsbürgerkommission die Obhut über die Weihnachtsbaumpflanzung im Tannenwald übernommen. Deshalb lud sie sämtliche Einwohner dazu ein, doch selber einen Baum zu pflanzen. Gegen 20 Teilnehmende folgten am Samstag diesem Aufruf seitens der Gemeinde. «Ich habe mich noch nie so auf Weihnachten gefreut wie in diesem Jahr», scherzte ein aktiver Teilnehmer und schnappte sich einen kleinen Tannenbaumsetzling. «Jetzt kann ich das Sprichwort ‹den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen› wirklich wörtlich nehmen», witzelte er weiter. Alt Förster Josef Busslinger instruierte gleich zu Beginn der Pflanzaktion die etlichen Freiwilligen und zeigte fachmännisch auf, wie man winzige Mulden buddelt und anschlies­send behutsam die kleinen Setzlinge in den gut riechenden, frischen Waldboden pflanzt. Zum Glück wurde im Aufruf der Gemeindeeinladung auch dazu aufgefordert, sich entsprechend zu kleiden und nebst gutem Schuhwerk idealerweise auch Arbeitshandschuhe mitzunehmen. Was sich als weiser Entscheid herausstellte, denn die kleinen Tannensetzlinge pieksten ziemlich. 

  • Gemeinsam haben die Teilnehmenden gegen 600 Tannensetzlinge gepflanzt
    Gemeinsam haben die Teilnehmenden gegen 600 Tannensetzlinge gepflanzt
  • Marianne Stenz, Frau Gemeindeammann Birmenstorf
    Marianne Stenz, Frau Gemeindeammann Birmenstorf
  • Thomas Busslinger, Präsident Ortsbürgerkommission Birmenstorf
    Thomas Busslinger, Präsident Ortsbürgerkommission Birmenstorf

600 Setzlinge in zwei Stunden

Die rund 600 einheimischen, 30 bis 40 Zentimeter kleinen Tannensetzlinge, allesamt Rottannen, hatte die Forstverwaltung Brugg geliefert. Das dafür vorgesehene 1250 m2 grosse Teilstück, auf welchem sie gepflanzt wurden, hatte das Forstamt vergangene Woche noch durchgerodet und bereitgestellt. Etliche ältere Tannenbäume wurden dabei gefällt und zu Häckselgut verarbeitet, damit genügend Platz für das Anpflanzen von Jungtrieben vorhanden war. Zum Pflanzen der Setzlinge benötigten die Freiwilligen gut zwei Stunden. Die gewählte Stelle bezeichnete Marcel Humbel, Präsident des Forstausschusses, als passend: «Hier Tannenbäume zu pflanzen, ist ideal. Denn über das ganze Waldstück führen stehen Hochleitungen. Wir dürfen keine Bäume wachsen lassen, die zu hoch werden», sagte er. Im Anschluss an die fröhliche Pflanzaktion waren sämtliche Teilnehmer noch zum gemeinsamen Bräteln eingeladen. «Wir können ja jetzt hier sitzenbleiben und zusehen, wie die Bäumchen wachsen», meinte ein Birmenstorfer schmunzelnd. «Gut, dann wartest du sicher fünf bis sechs Jahre», entgegnete sein Kumpel schlagfertig, worauf beide in schallendes Gelächter ausbrachen. «Oder gleich daran ziehen. Wobei die wohl kaum schneller wachsen werden», gibt ein Dritter noch einen drauf. «So macht Arbeiten Spass», meinte Josef Busslinger zufrieden und freute sich sehr, dass die Pflanzaktion auf so gros­ses Interesse gesto­s­sen war.

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