Wenn in der WG Chaos ausbricht

Die Mitglieder der Seniorentheatergruppe «Herbschtrose» aus Windisch freuen sich nach einer Pause auf den Beginn der neuen Saison.

Lilo ärgert Franz mit dem Vorlesen eines Theatertextes. (Bild: zVg | Stefan Hintermann)

05. Januar 2022
13:08

Unter dem Patronat der Pro Senectute wurde 1993 die Seniorentheatergruppe «Herbschtrose» in Windisch gegründet. Das damals aufgeführte Stück gab der Gruppe den Namen. Seither treten die Schauspieler und Schauspielerinnen jährlich im Wintersemester vor Publikum auf. Bis zur Gründung eines Vereins vor zwei Jahren war es eine Gruppe von Leuten, die gerne und leidenschaftlich Theater spielen. Immer wurden die Theater spielenden Männer und Frauen von kompetenten Regisseuren angeleitet.


Abrupter Abbruch
Nachdem zu Beginn des Jahres 2020 die Saison abrupt abgebrochen werden musste und nach den Vorbereitungen der folgenden Saison die Vorführungen gar nicht gestartet werden konnten, freut sich die ganze Truppe, dass nun Anfang Januar 2022 wieder gespielt werden kann.

In der vorhergehenden Saison war das Theaterstück wg-wahnsinn ag vorgesehen und bereits geprobt, als die geplanten Aufführungen abgesagt werden mussten. Dieses Theaterstück wurde nun für die aktuelle Saison aktualisiert, und seit Oktober wird wieder geprobt. Die Autorin des Lustspiels, Claudia Gysel, hatte es für die Windischer adaptiert. Am 7. Januar wird es zum ersten Mal öffentlich aufgeführt. Bis Ende April sind 32 Aufführungen im Kanton Aargau und in angrenzenden Gemeinden geplant.

Zum dritten Mal ist Piera Wildi für die Regie verantwortlich. Sie spielt seit über zwanzig Jahren für den Gemischten Chor Holderbank mit Liebe und Engagement Theater. Aufbauend auf diese grosse Erfahrung im Theater, belegte sie verschiedene Kurse zur Ausbildung als Regisseurin.


Der «WG-Wahnsinn»
In einer WG wohnen Evi (Doris Stahel), Lilo (Marlies Nauer) und Franz (Stefan Hintermann). Sie sind beste Freunde. Sie sind nicht mehr ganz jung und haben mit dem andern Geschlecht wenig Glück. Auch finanziell sind sie nicht auf Rosen gebettet. Mit Lottospielen hoffen sie auf den grossen Gewinn. Ein Onkel schickt Franz regelmässig Geld, damit er seine angebliche Familie unterhalten kann. Als Theaterspielerin memoriert Lilo regelmässig meist zum Ärger der Mitbewohnenden Texte. Als sie einmal den Lottozettel kontrolliert, stellt sie fest, dass sie einen Sechser haben. Der Gewinn wird 10 Millionen Franken betragen. Gleich darauf kommt der Erbvollstrecker Müller (Willi Bechter) und kündigt eine Erbschaft von 900 000 Franken an. Beides zu bekommen, ist nicht leicht, denn die Erbschaft ist an Bedingungen geknüpft. Gleichzeitig kommt Onkel Hermann (Ernst Feller) unerwartet zu Besuch und möchte die Familie von Franz kennenlernen. Zusätzlich taucht der Chat-Partner (Beat Landis) von Evi auf. Dieses Zusammentreffen verlangt von den WG-Mitbewohnern viel Organisationstalent, was amüsante Szenen mit sich bringt.

Neben den sechs Personen auf der Bühne sind im Hintergrund Bühnenarbeiter, Souffleusen und auch Chauffeure notwendig, damit die Aufführungen gelingen können. Alle sind gespannt auf die erste Aufführung und freuen sich, den Zuschauerinnen und Zuschauern beste Unterhaltung und Freude zu bereiten.

 

Freitag, 7. Januar, 19.30 Uhr, katholisches Kirchgemeindehaus, Windisch

Freitag, 21. Januar, 19.30 Uhr, Mehrzweckgebäude, Mülligen

Donnerstag, 10. Februar, 14.15 Uhr , Pfrundhaus Lupfig

Dienstag, 22. Februar, 14 Uhr, katholisches Kirchenzentrum, Schinznach-Dorf

Freitag, 18. März, 14 Uhr, Kirchgemeindehaus Veltheim

Donnerstag, 23. April, 14 Uhr, katholisches Kirchgemeindehaus, Windisch

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