Werbung für den Aargau

Das Sportausbildungszentrum (SAZ) Mülimatt eignete sich optimal für die Durchführung der 121. Eidgenössischen Turnveteranentagung.

Einmarsch zur Insignienübergabe
Einmarsch zur Insignienübergabe (Bilder: ci)

von
Lorenz Caroli

14. Oktober 2016
22:30

Viele der zur Eidgenössischen Turnveteranen-Vereinigung gehörenden 31 Gruppen reisten bereits am Samstag in die Region Brugg an. Sie nutzten die Möglichkeit, eine touristische Sehenswürdigkeit zu besuchen. Auf dem Programm standen zum Beispiel Bahnpark, Altstadt oder Legionärspfad. Gegen Abend trafen sich alle zum Apéro in einer der Hallen des SAZ Mülimatt. Die Begrüssung unter den Anwesenden war herzlich. Die meisten treffen sich nur einmal jährlich an der Tagung. Da gibt es natürlich viel zu erzählen. Dabei kommen auch Ereignisse aus der früheren Turnerlaufbahn zur Sprache. Man erinnert sich gerne an gemeinsame Zeiten. Die Gespräche mussten unterbrochen werden, weil es zum Nachtessen in eine weitere hübsch geschmückte Halle ging. In den Pausen zwischen den einzelnen Gängen wurde auf der Bühne Aargauer Turnerkost serviert.

Zwei Vereine, denen die Jugendförderung speziell am Herzen liegt, zeigten anspruchsvolle Vorführungen. Zuerst waren die Brugger an der Reihe mit Gymnastik zu spanischer Musik. Gleich anschliessend zeigten jugendliche Damen aus Eien-Kleindöttingen eine Aerobic-Aufführung. Die älteren Zuschauer und Zuschauerinnen erinnerten sich dabei an die eigenen turnerischen Darbietungen. Im zweiten Block kamen die Herren aus dem TV Wölflinswil mit Barrenübungen zum Zug. Gefangene und Polizisten benützten den Barren für eine spezielle Vorführung. Zum zweiten Mal erschienen die Damen vom STV Brugg in einem Showteil mit steckbaren Keulen. Der STV Untersiggenthal präsentierte die Randsportart Rhönrad. Nach dem Dessert kam der Tambourenverein Oberentfelden-Muhen an die Reihe, der die Aargauer Turnerkost abrundete. Die Zuhörenden im Saal bewunderten die Fertigkeit der Trommler.


Landsgemeinde

Zur Landsgemeinde am Sonntagmorgen stiessen weitere Teilnehmer dazu, sodass der Zentralpräsident Urs Tanner mehr als 700 Veteranen und Veteraninnen sowie Gäste begrüssen konnte. Im Namen der Behörden von Brugg und Windisch gestand Gemeinde­ammann Heidi Ammon, dass sie vor mehr als dreissig Jahren den Aargau als Durchfahrtskanton und nicht als Wohnkanton kannte. Sie konnte sich damals gar nicht vorstellen, in diesem Kanton zu wohnen. Seit sie aber den Wohnsitz in Windisch hat, ist sie begeisterte Aargauerin geworden. Sie empfahl den Anwesenden diesen Kanton zu besuchen und kennen zu lernen. Es lohne sich.

  • Zentralvorstand v.l. Kurt Egloff, Zürich, Alfred Marti, Rosshäusern BE, Werner Vogel, Bassersdorf, Urs Tanner, Gossau, Edmond Fragnière, Villars-sur-Glâne, Rita Aschwanden, Payerne, Gaspare Nadig, Lugano
    Zentralvorstand v.l. Kurt Egloff, Zürich, Alfred Marti, Rosshäusern BE, Werner Vogel, Bassersdorf, Urs Tanner, Gossau, Edmond Fragnière, Villars-sur-Glâne, Rita Aschwanden, Payerne, Gaspare Nadig, Lugano
  • Die beiden ältesten Teilnehmer aus dem Aargau: v.l. Ernst Meier (91-jährig) aus Bremgarten und Hans Kalt (90-jährig) aus Kleindöttingen
    Die beiden ältesten Teilnehmer aus dem Aargau: v.l. Ernst Meier (91-jährig) aus Bremgarten und Hans Kalt (90-jährig) aus Kleindöttingen
  • Der älteste Teilnehmer Hans Graber, 98 jährig, Zürich
    Der älteste Teilnehmer Hans Graber, 98 jährig, Zürich
  • Ehrung der Verstorbenen
    Ehrung der Verstorbenen
  • Interessierte Zuhörer und Zuhörerinnen im Saal
    Interessierte Zuhörer und Zuhörerinnen im Saal

Ehrungen

Mit der Ehrung und namentlichen Erwähnung der seit der letzten Versammlung 162 Verstorbenen begann die Abarbeitung der eigentlichen Traktanden. Anschliessend berichtete der Präsident über die Verhandlungen der Delegiertenversammlung vom August. Die Mitgliederanzahl beträgt knapp 5300 und ist leicht am Sinken. Durch Aktionen soll diese Abwärtsbewegung gestoppt werden. Die Jahresrechnung 2015 schloss mit einem Ertragsüberschuss von knapp 90 Franken ab. Bei einem Jahresbeitrag von fünf Franken wird im 2016 ein Überschuss von 160 Franken budgetiert. Ein grosser Ausgabenposten sind die Jugendförderbeiträge. Da die Amtszeiten von Urs Tanner und Werner Vogel Ende 2017 ablaufen, sollen die Gruppen Kandidaten nominieren. Per 2018 soll Kurt Egloff zum Zentralpräsident gewählt werden.

Ein Höhepunkt sind jeweils die Ehrungen. Veteranen und Veteraninnen erhalten das goldene Ehrenabzeichen, wenn sie 80 Jahre alt sind und gewisse Bedingungen erfüllt haben. In diesem Jahr wurde dieses Abzeichen an 37 Veteranen überreicht. Eine Ehrung erhalten auch alle über 90-Jährigen. Von den 26 Turnveteranen bekamen diese Ehrung auch zwei aus dem Aargau: Hans Kalt aus Kleindöttingen und Ernst Meier aus Bremgarten. Die Insignien, die das Leitbild und die Tätigkeit der Vereinigung symbolisieren, wurden vom letztjährigen Organisator an den diesjährigen übergeben. OK-Präsident Christoph Bader und sein Team sind für ein Jahr bis zur nächsten Tagung in Montreux im Besitze von Banner, Säbel, Satzungen, Herdenbuch, Becher und Glocke.

Zum Schluss der Tagung wurde das  Aargauer Festtagsmenü serviert. Dieses bestand aus dem Aargauer-Rüeblicappuccino mit Vanille, dem Aargauer Zwetschgenbraten und der Aargauer Rüeblitorte. Es war eine Versammlung, die dem Kanton viel Goodwill einbrachte.

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