Würdigung der lokalen Werte

Beim Besuch des Landammanns in Linn standen lokale Identitäten und das vielfältige kulturelle Erbe unseres Kantons im Vordergrund.

Landammann Markus Dieth mit Sarah Niederer, Hans-Martin Niederer, Grossratspräsidentin Edith Saner, Michel Jaussi, Geri Hirt und Iris Krebs bei der Linner Linde. Mit auf dem Bild ist Finn, der Sohn des Vereinspräsidenten. (Bild: zVg)

02. September 2020
12:57

Markus Dieth ist seit 2016 Regierungsrat und Vorsteher des Departements Finanzen und Ressourcen. Nachdem letztes Jahr der damalige Landammann Urs Hofmann die Gemeinde auf dem Bözberg besucht hatte, war nun dessen Nachfolger in diesem Amt an der Reihe. Der CVP-Politiker erschien in Begleitung von Generalsekretärin Patricia Kettner und von Grossratspräsidentin Edith Saner. Bei regnerischem Wetter fanden sich rund fünfzig Personen ein, darunter in erster Linie Mitglieder des Vereins Pro Linn aus dem Dorf und aus der Region, aber auch Freunde und Freundinnen Linns.


Pflege von Traditionen
In seiner Begrüssung bezeichnete Vereinspräsident Hans-Martin Niederer die Visite der Spitzenpolitiker als Ehre und Anerkennung auf höchster kantonaler Ebene. Er betonte auch, dass in heutigen Zeiten die Verlockung zur Aufgabe während langer Zeit gewachsener traditionsreicher Werte zugunsten von kurzfristigen Gewinnen gross sei. Als Gegenpol zu solchen Entwicklungen setze sich Pro Linn für die Erhaltung von Freiheit, Identität und kulturellem Erbe ein. Nach diesem Statement dankte mit Grossratspräsidentin Edith Saner die aktuell höchste Aargauerin für die Einladung nach Linn, die sie zusammen mit Parteikollege Markus Dieth erhalten hatte. In diesem Zusammenhang wies sie auf die hohe Bedeutung der Pflege sozialer Kontakte hin. Die Linde von Linn bezeichnete sie als eines der wichtigsten Kulturgüter in unserem Kanton. Zudem zollte sie im Zusammenhang mit der per 1. Januar 2013 erfolgten Fusion der Bözberger Gemeinden den Linnern für das von Individualität geprägte Beschreiten des mit teilweise neuen Wegen verbundenen Transformationsprozesses ihre Anerkennung. Vereinspräsident Hans-Martin Niederer durfte von Edith Saner ein Präsent in Form von Staatswein entgegennehmen. 


Der Aargau ist stabil
Nach einem Fussmarsch durch das Dorf stand unter dem ausladenden Vordach des ehemaligen Restaurants «Zur Linde» ein Apèro riche bereit, in dessen Rahmen Besitzer Michel Jaussi auf die Geschichte des 1903 erbauten und heute unter Denkmalschutz stehenden Hauses zurückblickte. In seiner anschliessenden Rede erwähnte Landammann Markus Dieth diverse Elemente, die ihn mit dem Dorf verbinden. Dazu gehören die berühmte Linde, seine Mitgliedschaft beim Verein Pro Linn, die unter dessen Ägide erscheinende Publikation «Fokus Linn» und nicht zuletzt die exzellenten Tropfen von Michel Jaussis Weingut «Zur Linde». Bezugnehmend auf den Aargau, hob Markus Dieth die in verschiedenen Bereichen manifeste Standfestigkeit unseres Kantons hervor. «Wir haben gut gewirtschaftet, 500 Millionen Franken in die Ausgleichsreserve eingelegt und Schulden in ungefähr gleicher Höhe zurückbezahlt. Dies kommt uns nun in schwierigeren Zeiten zugute», so der Finanzdirektor. Er hob im Weiteren auch das von Wertschätzung und Respekt geprägte Einvernehmen zwischen den verschiedenen Parteien angehörenden Regierungsräten hervor. «Wir vier wieder kandidierenden Amtsträger möchten gerne wie bisher weitermachen», hielt Dieth im Hinblick auf die kommenden Wahlen fest. Zum Schluss äusserte er seinen Stolz auf unseren von Trouvaillen in den verschiedenen Regionen geprägten Kanton. Vom Verein Pro Linn durfte der Landammann ein mit Lindenholz gerahmtes Bild von der in Morgenstimmung fotografierten Linde entgegennehmen. Den Ausklang der Veranstaltung bildete sodann ein feines Diner mit Aargauer Spezialitäten. Beim geselligen Beisammensein bot sich Gelegenheit zum intensiven Gedankenaustausch über politische und private Belange.

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