Zeitzeugnisse für die Nachwelt

Auf dem Areal des ehemaligen Hotels «La Cappella» entstehen bis 2022 insgesamt 83 Mietwohnungen. Nun fand die Grundsteinlegung statt.

Visualisierung der Überbauung «Kappi», Seite Bruggerstrasse, von Brugg kommend (Bild: zVg)

28. April 2021
17:14

An zentraler Lage, unweit des Stadtzentrums, in unmittelbarer Nähe zu Schulhaus und Kindergarten Kappelerhof, ist die moderne Wohnüberbauung «Kappi» im Entstehen begriffen. Das Projekt entsteht im Minergie-Standard und umfasst drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 83 Mietwohnungen (1,5 bis 5,5 Zimmer), 70 unterirdischen Parkplätzen und einer Gewerbefläche. Aus wirtschaftlichen Gründen wird von einer aus optisch nicht erkennbaren Photovoltaikmodulen bestehenden Aussenhaut als Fassade abgesehen. Auf dem Dach des grössten der drei Häuser wird jedoch eine Photovoltaikanlage installiert. Die Dächer der kleineren Häuser werden mit einer extensiven Begrünung versehen. Hinzu kommt, dass die attraktive Umgebungsgestaltung ein natürliches Ambiente schafft und damit Lebensraum für diverse Pflanzen und Kleinlebewesen bietet. Zudem wird sich die Wohnüberbauung dereinst durch die vielen Grünflächen harmonisch in die umliegende Natur, welche das städtische Quartier umschliesst, einfügen.


Modernste Haustechnik

Mit der Anzahl der Wohneinheiten, einem durchdachten Raumkonzept sowie einer hohen Nutzungsflexibilität werden sämtliche Anforderungen an eine moderne und verdichtete Bauweise erfüllt. Hochwertige Materialien, grosszügige Fensterfronten und vorgelagerte Aussenräume mit Blick ins Grüne werden für ein helles und angenehmes Ambiente sorgen. Die Wärme für den Winter und die Kühlung für den Sommer sowie das Brauchwarmwasser werden mittels Grundwasserwärmepumpe erzeugt. Die Verteilung der Wärme und Kühlung erfolgt über aktivierte Betondecken und eine intelligente Steuerung. Diese kontrolliert mittels Vor- und Rücklauf-Temperaturfühler permanent die Raumtemperatur und steuert so die einzelnen Kreisläufe.


Bauprojekt wächst in die Höhe

Im April 2020 fiel das «La Cappella», welches ab August 2017 als kantonale Asylunterkunft genutzt wurde, dem Abbruchhammer zum Opfer. Im August konnten die eigentlichen Bauarbeiten aufgenommen werden. Nachdem von einem üblichen Spatenstich abgesehen wurde, luden nun die Eigentümerin J. Safra Sarasin Anlagestiftung und der Totalunternehmer Gross Generalunternehmung AG, Brugg, zur Grundsteinlegung ein, zu welcher Projektleiter Heinz Dennler Eigentümer, Planer und Unternehmervertreter begrüssen durfte. In einem Kurzreferat vermittelte Architekt Peter Frei, Aarau, einen informativen Rückblick auf die Entstehungsgeschichte des nun in die Höhe wachsenden Bauprojekts. Auf die Baueingabe im Juni 2018 wurde für das herausfordernde, zwischen Bahnlinie und Kantonsstrasse gelegene Projekt die Baubewilligung erteilt. Danach war es so weit. Die anwesenden Protagonisten legten die mitgebrachten Tageszeitungen, Gutachten, Pläne, eine Gästeliste sowie etwas Kleingeld in den zur Aufbewahrung vorbereiteten Behälter. Danach wurde dieser durch Heinz Dennler und den örtlichen Bauleiter Christian Schwarz fachgerecht verlötet. Zum Schluss wurde der Behälter in die vorbereitete Maueraussparung eingebracht. Hinter der gravierten Chromstahlplatte werden diese Zeitzeugnisse nun für die Nachwelt erhalten.

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