Zimmer zu vermieten

In Würenlingen wird Wohnraum gebaut, dabei denkt man auch an die Kleinsten unter uns. Nein, nicht an die Kinder, sondern an die Insekten.

Igor Grasic, Leiter des Bauamts, hat mit seinem Team das Insektenhotel realisiert
Igor Grasic, Leiter des Bauamts, hat mit seinem Team das Insektenhotel realisiert (Bild: af)

von
Anna Käthi Fitze

23. November 2017
09:00

Im Auftrag der Umweltschutzkommission konstruierte das Bauamt ein Insektenhotel. Nach eingehender Auseinandersetzung mit dem Thema «Wie baut man ein Insektenhotel», hat das Team sich mit Holz, Backsteinen, Tannzapfen, Bambusröhren und weiteren Materialien eingedeckt und das Werk begonnen. Und damit es für die Ewigkeit hält, wurde es mithilfe eines Baggers einbetoniert, wie der Bauamtsleiter Igor Grasic erklärt, der nun selber ein Insektenhaus in seinem Garten plant. Denn das Hotel soll nicht nur Wildbienen, sondern auch Hornissen und weiteren Insekten Platz bieten. In Auftrag gegeben wurde das Insektenhotel von der Umweltschutzkommission Würenlingen, die es auch aus eigenem Budget bezahlt hat.


Nachtruhe ab 22 Uhr

Und nun steht seit Kurzem auch noch eine Hausordnung neben dem Hotel, direkt am Wegrand. Wobei die Hausordnung mit einem Augenzwinkern zu verstehen ist. Bezüge aus der Minibar seien bei der Abreise an der Rezeption zu bezahlen, die selbstverständlich jederzeit besetzt sei. Es gibt ein Frühstücksbuffet, und ab 22 Uhr ist Nachtruhe. Das Mitbringen von alkoholischen Getränken ist nicht gestattet, und bis jetzt wurden glücklicherweise auch keine betrunkene Insekten gesichtet. Ebenfalls untersagt ist das Mitbringen von illegalen Rauschmitteln und Waffen, wer sich nicht daran hält, wird aus dem Haus geworfen. Ebenfalls verboten ist das Rauchen, falls es doch einmal zu einem Brandfall kommen sollte, ist natürlich auch hier die Feuerwehr zuständig. Nach dem Feueralarm sind die Notausgänge und Fluchttreppen zu nutzen. Fluchtpläne liegen an der Rezeption.

Natürlich gibt es im Insektenhotel nicht nur Verbote, die Gäste werden auch verwöhnt, so gibt es natürlich auch einen Wellnessbereich. Auch hier ist wieder die Rezeption zuständig, wenn man ein Badetuch möchte. Und dem Bademeister ist natürlich Folge zu leisten. Stellt sich nur die Frage, ob die Gäste des Insektenhotels schwimmen können und darüber hinaus, ob sie die Hausordnung auch lesen können. Falls dem nicht so ist, erheitert es wenigstens die Spaziergänger, die daran vorbeilaufen. Wobei, gemäss Gerüchten scheinen die am Bienenhotel Vorbeilaufenden das Bienenhotel gar nicht zu bemerken.

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