Zweite Morgenfeier im Simmengut

Noch drei Wochen dauert es bis zum schönsten Tag im Jahr der Bruggerinnen und Brugger. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren.

Wie vor einem Jahr (mit Jugendfestrednerin Verena Rohrer) findet die Morgenfeier erneut im Simmengut statt (Bild: Archiv)

von
Stefan Haller

13. Juni 2018
10:15

Beginnen wird das Jugendfest 2018 mit seiner kürzesten Veranstaltung, dem nur eine halbe Minute dauernden Sturmlauf von Schülern und Tambouren durch die Altstadt am Montag, 2. Juli, um 8 Uhr, das den Auftakt zur Büscheliwoche markiert. Enden wird es nach vier hoffentlich wundervollen, sonnigen und festlichen Tagen nach dem Heimzug in der Donnerstagnacht. 

Wie bereits vor einem Jahr wird auch die Morgenfeier 2018 im Simmengutpark stattfinden. «Er ist lauschig und gut dafür geeignet», befindet Frau Stadtammann Barbara Horlacher. Der Grund für den Entscheid ist Folgender: «Wir wollten sicherstellen, dass es keine Konflikte mit der Baustelle des Stapferschulhauses gibt. Der Baufortschritt bei den Umgebungsarbeiten war im März noch ungewiss, und wir mussten bereits damals den Entscheid über den Durchführungsort fällen», so Horlacher weiter. 2019 werde die Morgenfeier des Rutenzuges dann sicher wieder im Freudenstein stattfinden.

Sehr über den Entscheid freut sich Musikschulleiter Jürg Moser: «Im Simmengutpark brachten wir vor einem Jahr alles so zum Klingen, wie wir es uns vorgestellt hatten. Ich genoss es sehr bei uns auf dem Musikschulareal», freut sich Moser. 

Die traditionelle Jugendfestrede halten wird dieses Jahr Alex Simmen. Die Ehre wird dem Rektor des Berufs- und Weiterbildungszentrum Brugg (BWZ) das erste Mal zuteil. Laut Horlacher ist Simmen eng mit Brugg verbunden. Der 52-Jährige, der als engagierte Persönlichkeit in Kultur- und Schulfragen bekannt ist, wuchs in der Stadt auf und wohnt bis heute mit seiner Familie hier. Seit Mai 2016 ist er Rektor des BWZ. 

Der Austragungsort der Morgenfeier hat selbstverständlich auch eine Auswirkung auf die Umzugsroute. Die Zuschauer werden gebeten, von der Stapferstrasse her den Simmengutpark zu betreten; der Zugang von der Laurstrasse her ist den Umzugsteilnehmern vorbehalten. 

 

Gastgemeinde Villigen/Stilli

Als diesjährige Gastgemeinde am Jugendfest wurde Villigen ausgewählt, das durch den Ortsteil Stilli an Brugg grenzt. Gemäss Horlacher ist Villigen die letzte Gemeinde im Bezirk, die noch nie Gastgemeinde war. Man habe die Wahl deshalb auch sogleich gerne angenommen. Angesichts der hohen Zahl von Villiger Schülern an der Brugger Oberstufe sei dies ein würdiger Entscheid, findet Horlacher. Nebst der Teilnahme der Schülerinnen am Rutenzug und Morgenfeier wird auch die Musikgesellschaft Villigen ein Platzkonzert in der Hofstatt geben. Ebenfalls als Gäste hat sich traditionell eine Delegation aus der deutschen Partnerstadt Rottweil angemeldet. Teilnehmen am Umzug wird zudem die Kantonspolizei, und auch deren Spiel hat einen Auftritt. 

Für Peter Merz wird es das letzte Jugendfest als Gesamtschulleiter sein, wird er doch Ende Juli pensioniert. Er erinnerte daran, dass beim Jugendfest vieles ritualmässig ablaufe. Neue Lehrpersonen werden gut instruiert, genauso wurde auch die Gastgemeinde über die Geschehnisse vororientiert. Das Kränzen ist eines der schönsten Rituale der Büscheliwoche. Über 0,5 Kilometer Kränze werden alljährlich von ungeübten Kinder- und Lehrerhänden angefertigt, wie Merz bemerkte. Aufgrund des Buchsbaumzünslers steht seit einigen Jahren weniger Buchs zur Verfügung, weshalb bei einigen Kränzen auf Tannäste ausgewichen werden müsse. Dies gefällt zwar nicht allen Betrachtern, sei aber derzeit unumgänglich, so Merz. 

Das Nachmittagsprogramm des Jugendfestes differiert; alljährlich gibts neue Spiele; dieses Jahr aus aktuellem Anlass etwa ein FIFA-Game. Eines der Highlights sind für Merz die von der Musikschule begleiteten Kindergartentänze.

 

Lauschallee

Fränzi Schneeberger vom Jugendhaus Piccadilly erwähnte das spannende Line-up, das auch die diesjährige Lauschallee prägt: «Wir haben die Musik und die Bands so ausgewählt, dass sich alle angesprochen fühlen, wobei junge und regionale Bands präferiert werden.» Es soll keine allzu laute Musik sein, damit auch Gespräche geführt werden können. Denn: Die Lauschallee sei auch ein grosses Klassentreffen, so Schneeberger.

www.stadt-brugg.ch  
www.jugendfest-brugg.ch 

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