Bessere Abluft in der Zementi

2017 zeigten Messungen im Werk Wildegg der JCF, dass beim Brennen von Zementklinker wiederholt Abluft-Emissionsgrenzwerte überschritten wurden. Nach aufwendigen und teilweise zeitintensiven Anpassungen gehören diese Abweichungen nun der Vergangenheit an.

Die Jura Cement nutzt die Abwärme aus der Zementherstellung, um Heisswasser zu produzieren
2017 wurden im Werk Wildegg der JCF beim Brennen von Zementklinker wiederholt Abluft-Emissionsgrenzwerte überschritten (Bild: Archiv)

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zVg/e-journal

25. Oktober 2018
13:00

Der Brennprozess im Drehrohrofen benötigt viel Energie. Denn erst bei Temperaturen von rund 1500 Grad Celsius entsteht Klinker, aus dem der begehrte Baustoff Zement hergestellt wird. Kommt es im Brennprozess zu Unregelmässigkeiten, müssen die Spezialisten der Jura Cement umgehend reagieren.

 

Null-Toleranz bei Überschreitungen

2017 zeigten die routinemässigen Abluftmessungen im Werk Wildegg wiederholt Grenzwertüberschreitungen bei Benzol und VOC (flüchtigen organischen Verbindungen) an. «Das hat uns erschreckt. Unsere Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt steht für uns an erster Stelle. Aus diesem Grund investieren wir laufend in die Verbesserung unserer Anlagen und Kontrollsysteme», betont Marcel Bieri, Leiter Produktion Zement, und ergänzt: «Wir entschuldigen uns aufrichtig bei der Bevölkerung für diese Überschreitungen, und wir setzen alles daran, die aus dem Prozess entstehenden Emissionen weiter zu senken

 

Mit Beharrlichkeit zum Ziel

Die JCF informierte umgehend die zuständigen Behörden über die Abweichungen und zog ausgewiesene externe Fachleute bei. «Wir wollten so rasch als möglich die Ursachen finden und umgehend Gegenmassnahmen ergreifen», sagt Markus Bolliger, Verantwortlicher Produktion und Umwelt. Es zeigte sich, dass zum einen das Rohmaterial, aber zum anderen auch der eigentliche Verbrennungsprozess die Überschreitungen verursachten.

«In enger Absprache mit den zuständigen Behörden arbeiteten wir intensiv an einer massgeschneiderten Lösung», so Bolliger. «Erschwerend dabei ist: Jedes Zementwerk ist ein Unikat, es gibt keine Lösungen ab Stange.» Da die ersten Anpassungen nicht das gewünschte Resultat brachten, verfügten die Behörden eine umfassende Sanierung bis spätestens Ende 2020.

 

 

Die JCF machte sich mit Hochdruck an die Arbeit. Marcel Bieri meint dazu: «Wir hätten gerne noch rascher gehandelt.» Aber einige der Anpassungen waren nur während des Stillstands des Drehrohrofens bei der Jahresrevision Anfang 2018 möglich. Ende Januar waren die umfangreichen Umbauten abgeschlossen. Beim anschliessenden Betrieb der Anlagen wurden alle Verbesserungen erfolgreich umgesetzt. «Seit dem 9. März 2018 liegen sämtliche Tageswerte unterhalb der Grenzwerte, Überschreitungen gab es seither nicht mehr», freut sich Bolliger.

 

Höchste Präzision

Das hochmoderne, automatisierte Leitsystem wurde weiter optimiert. Die Schwankungen im Brennprozess werden reduziert, und die Jura Cement kann den Ausstoss organischer Stoffe wie Benzol nachhaltig reduzieren. «Sollte durch eine Störung eine Erhöhung der Emissionen eintreten, so schlägt unser Leitsystem im ständig besetzten Kontrollraum Alarm, noch bevor der Grenzwert erreicht wird. So können wir umgehend reagieren», sagt Bolliger abschliessend.

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