Verkehrskonzept für das JCF-Areal

Die Jura-Cement-Fabriken AG setzt in allen Belangen auf Sicherheit. Nach einer Verkehrs-Risikoanalyse sind die Verkehrswege auf dem Betriebsareal entflechtet und neu markiert worden. Das sorgt für klare Verhältnisse und hilft letztlich, Unfälle zu vermeiden.

Fusswege sind von Fahrwegen durch Markierungen und zum Teil durch bauliche Massnahmen wie Geländer getrennt.
Fusswege sind von Fahrwegen durch Markierungen und zum Teil durch bauliche Massnahmen wie Geländer getrennt. (Bilder: pg)

von
Peter Graf

20. Dezember 2018
09:00

Auf dem JCF-Werkareal in Wildegg sind LKW, Baumaschinen, Stapler aber auch Fussgänger und Radfahrer unterwegs. Kein Zweifel, das Gefahrenpotenzial auf dem Areal ist hoch. Wie hoch und wie die Sicherheit auf dem Areal weiter erhöht werden könnte, hat eine Verkehrs-Risikoanalyse gezeigt. Diese nahmen die Verantwortlichen als Basis für ein neues Verkehrskonzept für das Werkareal. Das Konzept vereint Massnahmen nach der «AAA-Regel»: (A)ufenthalt, (A)bstand und (A)bschirmung.

 

Die drei «A»

Im Rahmen der Risikoanalyse wurden mögliche Gefahrenstellen auf die Wahrscheinlichkeit einer Kollision und deren potenzielles Schadenausmass hin untersucht. Zusammen mit den Mitarbeitenden wurde nach Lösungen gesucht, wie gefährliche Situationen entschärft werden könnten. Dabei kam klar zum Ausdruck, dass sich Mitarbeitende nur so lange in Zonen mit bewegten Transportmitteln aufhalten sollen, wie dies absolut notwendig ist; das erste «A» des AAA-Massnahmenpakets. Das zweite – Abstand – erklärt Guido Reijnen, Sicherheitsingenieur des Werks Wildegg: «Ganz einfach: Das Einhalten von Mindestabständen und getrennten Verkehrsflüssen zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln ist das beste Mittel, um Kollisionen zu verhindern.» Besonders freue er sich über die Tatsache, dass sich nebst den JCF-Mitarbeitenden auch Chauffeure beim Be- und Entladen der Fahrzeuge von den getroffenen Massnahmen überzeugen liessen. Für diese wurden klare Warte- und Pausenzonen markiert – das dritte «A» in der Reihe.

 

 

In grünen Zonen bedürfen Fussgänger keiner besonderen Sicherheitsausrüstung, während in gelb markierten Bereichen Leuchtweste und Schutzhelm zu tragen sind.

 

Klare Verhältnisse geschaffen

Für eine klare Übersicht wurde das Areal in drei Zonen gegliedert. Während in grünen Zonen keine besondere Gefährdung besteht, gilt in gelb markierten Zonen auch für Besucher Schutzhelm- und Leuchtwestenpflicht. Ausserhalb der grün oder gelb signalisierten Zonen – in Bereichen mit höherem Gefahrenpotenzial – dürfen sich Fussgänger nur in bestimmter Schutzkleidung und nur für die notwendigen Arbeitsausführungen aufhalten. Wo Verkehrswege historisch und/oder technisch bedingt nicht komplett getrennt werden können, und dort, wo Hochsichtbarkeit nur sehr umständlich zu erreichen war, wurde mit technischen Mitteln eine Trennung zwischen Fahrbahn und Fusswegen geschaffen. Dies betreffe, so Guido Reijnen, zum Beispiel die Verbindungen zwischen Parkplätzen und Garderoben oder Büros, wo Mitarbeitende sich in ihren privaten Kleidern bewegen.

 

Immer wieder anpassen

 Die Verkehrswege wurden am Boden deutlich und dauerhaft markiert. Fahrwege wurden von Fusswegen getrennt und heben sich deutlich von angrenzenden Abstellplätzen ab. «Wichtig ist es», so Guido Reijnen, «dass aus den getroffenen Massnahmen die entsprechenden Lehren gezogen werden.» Dazu zähle auch, zu erkennen, dass es nie ein «Jetzt ist alles fertig» geben werde. «Die Konzepte und Massnahmen müssen auch in Zukunft immer wieder neuen Gegebenheiten angepasst und weiterentwickelt werden.»

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